Embrace Caterpillars: Rettung der gefährdeten Motten in Großbritannien

Gärtner werden aufgefordert, Raupen willkommen zu heißen, da Wohltätigkeitsorganisationen daran arbeiten, den dramatischen Rückgang der Mottenpopulationen im gesamten Vereinigten Königreich umzukehren.
Wenn der Frühling naht und die Gärten zum Leben erwachen, nehmen viele Gärtner an einem vertrauten Kampf teil: dem Kampf gegen die Raupen, die an ihren wertvollen Pflanzen fressen. Allerdings fordern Naturschutzgruppen nun einen Perspektivwechsel und fordern die Briten auf, diese pflanzenfressenden Tiere als wichtigen Beitrag zur Unterstützung der gefährdeten Mottenpopulation im Vereinigten Königreich zu akzeptieren.
Die Royal Horticultural Society (RHS) und The Wildlife Trusts führen eine Kampagne an, um eine entspanntere Haltung gegenüber Raupen zu fördern. Traditionell konzentrieren sich die Ratschläge für Gärtner darauf, wie sie ihre Gärten von diesen unerwünschten Schädlingen befreien können. Doch nun betonen diese Organisationen die entscheidende Rolle, die Raupen im Lebenszyklus vieler Mottenarten spielen, deren Zahl in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen ist.
Fingerhut beispielsweise ist eine wichtige Nahrungsquelle für die Larven mehrerer Mottenarten, darunter der Kleine Gelbe Unterflügelmotte (Noctua kommt), der Winkelfalter (Phlogophora meticulosa) und borstiges hebräisches Schriftzeichen (Xestia c-nigrum). In ähnlicher Weise liefert das Labkraut, eine heimische Wildblume mit schaumig gelben Blüten, Nahrung für den Kolibri-Schwärmer (Macroglossum stellatarum), den Elefantenschwärmer (Deilephila elpenor) und den Labkraut-Schwärmer (Hyles gallii).
Quelle: The Guardian


