Verbesserung der Barrierefreiheit: Neue Vorschriften für britische Video-Streaming-Dienste

Das Vereinigte Königreich führt neue Anforderungen für große Video-on-Demand-Plattformen ein, um Untertitelung, Audiodeskription und Unterzeichnung bereitzustellen – und bringt sie damit in Einklang mit traditionellen Fernsehsendern.
Um die Barrierefreiheit und Inklusivität zu verbessern, hat die britische Regierung neue Vorschriften eingeführt, die die größten Video-on-Demand-Streaming-Dienste (VoD) des Landes dazu verpflichten, Untertitel, Audiodeskription und Signierung für ihre Inhalte bereitzustellen. Dies bringt diese digitalen Plattformen in Einklang mit den Barrierefreiheitsstandards, die bereits für traditionelle Fernsehsender gelten.
Die neuen Regeln gelten für Dienste mit mehr als 50.000 registrierten Nutzern im Vereinigten Königreich, darunter Branchenriesen wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+. Diese großen Streaming-Plattformen müssen sicherstellen, dass mindestens 80 % ihrer Inhalte Untertitel, 10 % Audiodeskription und 5 % Gebärdensprachdolmetschung enthalten.
Die Vorschriften, die im Jahr 2024 in Kraft treten sollen, sind Teil der umfassenderen Bemühungen der Regierung, die digitale Zugänglichkeit zu verbessern und Menschen mit Behinderungen gleiche Chancen zu bieten. Durch die Einführung dieser Barrierefreiheitsfunktionen möchte das Vereinigte Königreich Video-on-Demand-Inhalte integrativer und für ein breiteres Publikum zugänglich machen, einschließlich gehörloser, schwerhöriger oder sehbehinderter Personen.
„Diese neuen Regeln werden das Leben von Menschen mit Behinderungen wirklich verändern und sicherstellen, dass sie den gleichen Zugang zu Video-on-Demand-Inhalten haben wie alle anderen“, sagte Julia Lopez, die Ministerin für Medien, Daten und digitale Infrastruktur. „Wir wollen die Chancen für behinderte Menschen verbessern und diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt nach vorne.“
Die neuen Vorschriften werden von der Medienregulierungsbehörde Ofcom überwacht und durchgesetzt, die befugt sein wird, Geldstrafen gegen Streaming-Dienste zu verhängen, die die Barrierefreiheitsanforderungen nicht erfüllen. Dieser Schritt wird als bedeutender Schritt angesehen, um sicherzustellen, dass die digitale Medienlandschaft im Vereinigten Königreich integrativer und für alle zugänglicher wird.
„Wir begrüßen diese neuen Regeln, die das Leben von Menschen mit Behinderungen wirklich verändern werden“, sagte Mark Atkinson, Geschäftsführer der Behindertenhilfsorganisation Scope. „Zugängliche Video-on-Demand-Inhalte sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass jeder vollständig an unserer digitalen Welt teilhaben kann.“
Die Einführung dieser neuen Barrierefreiheitsanforderungen für VoD-Dienste ist Teil eines umfassenderen Trends zu mehr Inklusivität in der digitalen Medienlandschaft. Da Technologie weiterhin eine immer zentralere Rolle in unserem Leben spielt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass digitale Inhalte und Plattformen unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit gestaltet werden, um sicherzustellen, dass jeder die gleichen Möglichkeiten hat, sich mit den Inhalten zu beschäftigen, die er liebt, und sie zu genießen.
Quelle: UK Government


