Chaos im Einreise- und Ausreisesystem der EU: Reisende stehen vor stundenlangen Warteschlangen am Flughafen

Neues Einreise-/Ausreisesystem der EU führt zu massiven Verzögerungen an Flughäfen in allen Schengen-Ländern. Reisende berichten von dreistündigen Wartezeiten, verpassten Flügen und überfüllten Grenzen.
Die Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems hat an den großen europäischen Flughäfen zu einem Betriebschaos geführt, wobei Passagiere von außergewöhnlichen Verspätungen berichten, die zu verpassten Flügen und weit verbreiteter Frustration geführt haben. Die Umsetzung dieser ehrgeizigen neuen Grenzkontrollinitiative hat zu erheblichen logistischen Herausforderungen geführt, da Flughäfen Schwierigkeiten haben, die Flut an Reisenden zu bewältigen, die gleichzeitig durch das System reisen. Was zur Straffung der Sicherheitsverfahren gedacht war, hat stattdessen zu Engpässen geführt, die sowohl die Geduld der Passagiere als auch die Flughafeninfrastruktur auf die Probe stellen.
Nach Angaben mehrerer Flughafenbehörden, die die Situation in ganz Europa überwachen, müssen Reisende, die sich im neuen Schengen-Grenzsystem bewegen, an Einwanderungskontrollpunkten bis zu drei Stunden warten. Die langen Warteschlangen wurden durch unzureichende Personalausstattung, nicht funktionierende Kioske und unzureichende Sitzbereiche, die für die Menge der auf die Bearbeitung wartenden Personen ausgelegt waren, verschärft. Viele Passagiere haben das Erlebnis als einen Albtraum beschrieben, wobei die Frustration zunahm, als die Boarding-Zeiten vergingen und die Flüge am Boden blieben.
Das EES (Einreise-Ausreise-System) wurde ab Oktober 2025 schrittweise in allen europäischen Gebieten eingeführt und markierte den Beginn einer umfassenden Überarbeitung der Art und Weise, wie Reisende beim Ein- und Ausreisen in den Schengen-Raum überwacht werden. Die vollständige Umsetzung des Systems wurde jedoch am Freitag in allen 25 Schengen-Mitgliedstaaten sowie in Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz verpflichtend – und betrifft etwa eine Million Reisende pro Tag in der gesamten Region. Der Starttermin am Freitag war die offizielle Frist, bis zu der alle teilnehmenden Nationen das komplette System aktivieren mussten.


