EU gewährt Großbritannien großen Sieg beim Exportverbot für Tiere

Brüssel bietet der Regierung von Keir Starmer ein erhebliches Zugeständnis an, das es Großbritannien ermöglicht, sein Exportverbot für lebende Tiere in einem neuen Agrarabkommen nach dem Brexit aufrechtzuerhalten.
In einer bedeutenden diplomatischen Entwicklung, die die Position von Premierminister Keir Starmer stärkt, haben EU-Beamte ihre Bereitschaft signalisiert, dem Vereinigten Königreich im Rahmen eines umfassenden neuen Post-Brexit-Agrarabkommens zu gestatten, sein langjähriges Exportverbot für lebende Tiere aufrechtzuerhalten. Dieses Zugeständnis stellt einen großen Sieg für die angeschlagene britische Regierung dar, die nach jahrelangen kontroversen Verhandlungen versucht, die Beziehungen zu Brüssel wieder aufzubauen und einen engeren Kurs mit der Europäischen Union einzuschlagen.
Quellen, die mit den laufenden Diskussionen sowohl auf britischer als auch auf europäischer Seite vertraut sind, zufolge hat die Europäische Kommission eingeräumt, dass London seine bestehenden Beschränkungen für den Lebendtransport von Schlachttieren beibehalten kann, auch wenn die EU selbst kein entsprechendes Verbot umgesetzt hat. Dies stellt eine bemerkenswerte Flexibilität von Brüssel dar, das in der Regel versucht hat, die Standards aller Handelspartner zu harmonisieren. Die Bereitschaft, den Präferenzen Großbritanniens Rechnung zu tragen, zeigt einen Wandel in der Verhandlungsdynamik, die die Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU seit dem Brexit-Referendum geprägt hat.
Das Exportverbot für lebende Tiere hat sich im britischen politischen Diskurs als äußerst umstrittenes Thema erwiesen, da Tierschutzbefürworter und Viehzüchter sehr unterschiedliche Ansichten zu dieser Praxis vertreten. Die Regierung von Starmer hat ihr Bekenntnis zu Tierschutzstandards deutlich gemacht und die Aufrechterhaltung dieses Verbots als ein zentrales politisches Ziel positioniert. Für den Premierminister ist die Erlangung dieses Zugeständnisses aus Brüssel ein konkreter Beweis dafür, dass eine engere Annäherung an die EU positive Ergebnisse für die britischen Interessen bringen kann, ohne dass die britischen Standards oder Regulierungsrahmen völlig aufgegeben werden müssen.
Quelle: The Guardian


