Eugenie tritt aufgrund des Epstein-Skandals von der Anti-Sklaverei-Wohltätigkeitsorganisation zurück

Prinzessin Eugenie, Tochter von Prinz Andrew, tritt als Schirmherrin der britischen AntiSlavery International zurück, nachdem Dokumente veröffentlicht wurden, die ihren Vater in den Missbrauchsfall Jeffrey Epstein verwickeln.
Im Zuge des anhaltenden Skandals um ihren Vater, Prinz Andrew Mountbatten-Windsor, hat Prinzessin Eugenie beschlossen, als Schirmherrin der in Großbritannien ansässigen Wohltätigkeitsorganisation AntiSlavery International, der ältesten Menschenrechtsorganisation der Welt, zurückzutreten.
Der Schritt erfolgt, nachdem das US-Justizministerium Millionen von Dokumenten und E-Mails veröffentlicht hat, in denen Jeffrey Epsteins Rolle beim sexuellen Missbrauch detailliert beschrieben wird und Frauenhandel auf der ganzen Welt, die den Ruf von Prinz Andrew, Eugenies Vater, schwer geschädigt haben.

AntiSlavery International, das seit über 180 Jahren an vorderster Front im Kampf gegen die moderne Sklaverei steht, wird wegen seiner Verbindung mit dem umkämpften Königshaus zunehmend unter die Lupe genommen. Eugenies Entscheidung, als Schirmherrin zurückzutreten, wird als Versuch gesehen, die Wohltätigkeitsorganisation von den anhaltenden Kontroversen um die Verbindungen ihres Vaters zum in Ungnade gefallenen Finanzier Epstein zu distanzieren.
In einer Erklärung nahm die Wohltätigkeitsorganisation Eugenies Entscheidung zur Kenntnis und drückte ihre Dankbarkeit für ihre bisherigen Beiträge und ihre Unterstützung aus. Die Organisation bleibt ihrer Mission, Sklaverei und Menschenhandel weltweit auszurotten, treu, auch wenn einer ihrer prominenten Förderer viel Aufsehen erregt hat.
Der Epstein-Skandal hat einen langen Schatten auf die britische Königsfamilie geworfen, und Eugenies Entscheidung, von ihrer Rolle bei AntiSlavery International zurückzutreten, ist die jüngste in einer Reihe von Folgen, die sich aus den explosiven Enthüllungen ergeben. Da die öffentliche Kontrolle immer intensiver wird, hat die Prinzessin beschlossen, der Integrität und dem Ruf der Wohltätigkeitsorganisation, die sie einst stolz vertrat, Priorität einzuräumen.
Trotz der Herausforderungen gelobt AntiSlavery International, seine wichtige Arbeit fortzusetzen, unbeirrt durch den Rücktritt seines königlichen Gönners. Die Organisation bleibt ihrer Mission treu, die Geißel der modernen Sklaverei und des Menschenhandels auszurotten, in der Hoffnung, eine gerechtere Welt für alle zu schaffen.
Quelle: The Guardian


