Europa lehnt Trumps Forderung nach einer Seeblockade der Straße von Hormus ab

Europäische Staats- und Regierungschefs lehnen die Forderungen der Trump-Regierung ab, Kriegsschiffe in der Straße von Hormus zu stationieren, was die Spannungen über die Sicherung wichtiger globaler Ölhandelsrouten inmitten des anhaltenden Iran-USA-Konflikts erhöht.
Washingtons Aufrufe an europäische Verbündete, sich einer Marinemission zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus anzuschließen, wurden entschieden zurückgewiesen, da die europäischen Staats- und Regierungschefs sich weigern, sich in den eskalierenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineinziehen zu lassen.
Die Trump-Regierung hat europäische Nationen dazu gedrängt, Schiffe für eine geplante maritime Sicherheitsinitiative im Persischen Golf bereitzustellen, als Reaktion auf eine Reihe von Angriffe auf Öltanker, für die die USA Iran verantwortlich gemacht haben. Allerdings haben europäische Diplomaten deutlich gemacht, dass sie nicht die Absicht haben, sich an einer aus ihrer Sicht US-geführten Militäroperation gegen den Iran zu beteiligen.
Stattdessen verfolgt die EU ihren eigenen Plan für eine europäisch geführte Marinemission zur Überwachung der Schifffahrt im Golf von Aden und in der Bab el-Mandeb-Straße, einem wichtigen Engpass für den globalen Ölhandel. Dieser Vorschlag wird als neutralerer Ansatz angesehen, der weder den Iran direkt konfrontieren noch sich der US-Kampagne des maximalen Drucks gegen Teheran anschließen würde.
Quelle: The New York Times

