Familien verklagen OpenAI wegen Massen-Shooter-ChatGPT-Warnungen

In Klagen wird behauptet, dass OpenAI die Warnungen der Mitarbeiter vor den gewalttätigen ChatGPT-Gesprächen des kanadischen Massenschützen bereits Monate vor dem tödlichen Angriff ignoriert habe.
Familien von sieben Opfern, die bei einer verheerenden Massenschießerei an einer weiterführenden Schule in British Columbia getötet wurden, haben neue Klagen gegen OpenAI und seinen CEO eingereicht und fordern Schadensersatz wegen Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit der Nichtmeldung gefährlichen Verhaltens, das auf ChatGPT entdeckt wurde. Der Rechtsstreit, der am Mittwoch offiziell beim Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurde, stellt eine erhebliche rechtliche Herausforderung für die Inhaltsmoderationspraktiken des Unternehmens für künstliche Intelligenz dar und wirft kritische Fragen zur Unternehmensverantwortung bei der Identifizierung und Meldung potenzieller Bedrohungen für die öffentliche Sicherheit auf.
Die Gerichtsakten zeichnen ein beunruhigendes Bild des internen Bewusstseins bei OpenAI hinsichtlich der gefährlichen Absichten des Schützen. Den Klagen zufolge hatten Mitarbeiter des Technologieunternehmens das Konto des Schützen etwa acht Monate vor dem tödlichen Angriff auf Tumbler Ridge gemeldet. Diese Mitarbeiter stellten fest, dass das Konto das darstellte, was in den Rechtsdokumenten als „glaubwürdige und konkrete Androhung von Waffengewalt gegen echte Menschen“ beschrieben wird. Trotz dieser Identifizierung hat das Unternehmen angeblich keine Maßnahmen ergriffen, um die Strafverfolgungsbehörden oder andere relevante Behörden zu benachrichtigen, die die Tragödie möglicherweise hätten verhindern können.
Der Verdächtige wurde als der 18-jährige Jesse Van Rootselaar identifiziert, der den Angriff auf die Sekundarschule von British Columbia verübte. Der Vorfall führte zum Tod von sieben Personen und ist zu einem Brennpunkt in den Diskussionen über die Verpflichtung von Technologieunternehmen geworden, auf ihren Plattformen festgestelltes bedrohliches Verhalten zu melden. Die gesetzlichen Vertreter der Familien argumentieren, dass OpenAI eine moralische und möglicherweise rechtliche Pflicht habe, die Behörden zu alarmieren, sobald den Mitarbeitern des Unternehmens die gefährliche Natur der Kommunikation klar werde.


