Bundesrichter stoppt ICE-Verhaftungen vor Einwanderungsgerichten in Manhattan

Der New Yorker Bundesrichter verbietet ICE-Agenten die Verhaftung von Einwanderern in drei Gerichtsgebäuden in Manhattan und begründet dies mit Bedenken hinsichtlich konfrontativer Taktiken bei Einwanderungsanhörungen.
In Manhattan kam es zu einer bedeutenden rechtlichen Entwicklung, als ein Bundesrichter eine umfassende Anordnung erließ, die Aktivitäten zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen an wichtigen Gerichtsstandorten grundsätzlich einschränkte. Das Urteil stellt einen bemerkenswerten Eingriff in die anhaltenden Spannungen zwischen Einwanderungsbehörden und Interessengruppen von Einwanderern dar, die ernsthafte Bedenken hinsichtlich aggressiver Verhaftungstaktiken in Gerichtsgebäuden geäußert haben. Diese Entscheidung kommt zu einer Zeit, in der die Praktiken zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen im Rahmen der aktuellen Regierungspolitik einer verschärften Prüfung unterzogen werden.
Der US-Bezirksrichter P. Kevin Castel, Vorsitzender des südlichen Bezirks von New York, erließ am Montag eine bahnbrechende Anordnung, die den Einsatzbereich der US-Einwanderungs- und Zollbehörden (ICE) erheblich einschränkt. Die Anordnung verbietet effektiv ICE-Verhaftungen an drei Bundesgerichten in Lower Manhattan, wo regelmäßig Einwanderungsverfahren stattfinden. Diese Einschränkungen gelten für die Orte, an denen Einwanderungsrichter Anhörungen durchführen und den rechtlichen Status von Personen bestimmen, denen ein Abschiebungsverfahren bevorsteht.
Die gerichtliche Intervention wurde durch umfangreiche Proteste und öffentliche Empörung über die aggressiven Durchsetzungstaktiken in den Einrichtungen der Einwanderungsgerichte ausgelöst. Anwälte und Bürgerrechtsorganisationen haben zahlreiche konfrontative Begegnungen zwischen Bundesagenten und Einwanderern in und um diese Gerichtsgebäude dokumentiert. Die Entscheidung des Richters spiegelt die wachsende Besorgnis der Justiz darüber wider, was viele Rechtsexperten als unangemessene Militarisierung der Einwanderungskontrolle in Einrichtungen betrachten, die für Gerichtsverfahren vorgesehen sind.
Quelle: The Guardian


