Die Trump-Anbetung des Fifa-Chefs stürzt den Fußball in turbulente Zeiten

Gianni Infantinos Schmeicheleien gegenüber Donald Trump hat die Fifa in eine Krise gestürzt, aber eine echte Abrechnung scheint unwahrscheinlich, sagt Barney Ronay.
Die Speichelleckerei des Fifa-Präsidenten gegenüber dem US-Präsidenten hat der Organisation einen neuen Tiefpunkt beschert, aber jede Abrechnung scheint in weiter Ferne zu liegen. Fifa-Chef Gianni Infantino hat mit seiner unverhohlenen Vergötterung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump den globalen Fußballverband in eine äußerst prekäre Lage gebracht, da die Organisation nun einer intensiven Prüfung ihrer Rolle in den eskalierenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten ausgesetzt ist.
Infantinos überschwängliches Lob und seine unerschütterliche Unterstützung für Trump, der 2013 kontrovers mit dem Friedenspreis der Fifa ausgezeichnet wurde 2026 hat viele in der Fußballgemeinschaft verärgert und bei denjenigen, die über die zunehmende Politisierung des Sports besorgt sind, scharfe Verurteilung hervorgerufen. Die Entscheidung, Trump zu ehren, eine Persönlichkeit, die weithin wegen seiner spaltenden und kriegerischen Rhetorik kritisiert wird, hat einen langen Schatten auf die Glaubwürdigkeit der Fifa als unparteiischer Schiedsrichter des Spiels geworfen.
In einer vernünftigeren Version der Welt würde es absurd erscheinen, die Sportverwaltung im Kontext des US-Iran-Konflikts und der umfassenderen geopolitischen Turbulenzen im Nahen Osten zu diskutieren. Allerdings haben Infantinos unerbittliche Werbung für Trump und die Verstrickung der Fifa in die instabilen Angelegenheiten der Region die Organisation zu einem integralen, wenn auch zutiefst problematischen Akteur in der sich ausbreitenden Krise gemacht.
Quelle: The Guardian


