Florida verschärft Regeln für den Fang von Riesenmantarochen

Floridas Wildtierbehörden erlassen strengere Vorschriften für Mantarochen-Fänge nach viralem Katastrophenvideo, kommen aber nicht zu einem völligen Verbot.
Floridas Ansatz zum Schutz der Riesenmantarochen ist nach erheblichem öffentlichen Aufschrei und politischem Druck in eine neue Phase eingetreten. Die Wildschutzbehörden des Staates haben strengere Vorschriften für den Fang dieser bedrohten Meerestiere erlassen, ein vollständiges Verbot bleibt jedoch vom Tisch. Die Entscheidung fiel, nachdem ein zutiefst beunruhigendes virales Video im Internet verbreitet wurde, das zeigt, wie ein gefangener Mantarochen in großer Seenot im vergangenen Jahr in den Gewässern Floridas auf ein nicht gekennzeichnetes Schiff gezwungen wurde, was bei Meeresschutzbefürwortern und der breiten Öffentlichkeit große Besorgnis auslöste.
Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) traf sich am Mittwoch zu einer kritischen Abstimmung, um offiziell eine geänderte endgültige Regelung zu verabschieden, die sich die Regulierungsbefugnis darüber vorbehält, wann und wo Mantarochenfänge erfolgen dürfen. Unter dem neuen Rahmen behält sich die Kommission den Ermessensspielraum vor, den Fang dieser großartigen Kreaturen ausschließlich zu Zwecken zu erlauben, die von Beamten als „verantwortungsvolle Ausstellung“ in den Vereinigten Staaten bezeichnet werden. Dieser maßvolle Ansatz stellt einen Kompromiss zwischen Befürwortern eines vollständigen Schutzes und denen dar, die argumentieren, dass eine kontrollierte Ausstellung pädagogischen und wissenschaftlichen Zwecken dienen kann.
Das virale Video, das diesen politischen Wandel auslöste, zeigte beunruhigende Aufnahmen von Hundeführern, die einen riesigen Mantarochen körperlich misshandelten, während sie ihn in ein nicht gekennzeichnetes Boot zwangen, das in den Hoheitsgewässern Floridas verkehrte. Das Filmmaterial löste auf allen Social-Media-Plattformen erhebliche Empörung aus, und Millionen von Zuschauern äußerten ihr Entsetzen über das, was viele als Tierquälerei bezeichneten. Meeresbiologen und Naturschutzexperten, die das Video überprüften, hoben die extremen Stressreaktionen des Rochens hervor und wiesen darauf hin, dass solche Handhabungsmethoden bei diesen empfindlichen Lebewesen zu schweren Verletzungen oder zum Tod führen könnten.
Quelle: The Guardian

