Ehemaliger Präsident installiert umstrittene Kolumbus-Statue auf dem Gelände des Weißen Hauses

Die Trump-Regierung hat eine Nachbildung der Kolumbus-Statue installiert, die während der Proteste im Jahr 2020 aus dem Inner Harbor von Baltimore entfernt wurde. Der Schritt hat eine erneute Debatte über das Erbe von Christoph Kolumbus ausgelöst.
In einem umstrittenen Schritt hat die Regierung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump eine Nachbildung der Christoph-Kolumbus-Statue aufgestellt, die 2020 aus Protesten gegen Rassengerechtigkeit aus Baltimores Inner Harbor entfernt wurde. Die neue Statue steht jetzt auf dem Campus des Weißen Hauses, nicht weit von der Präsidentenresidenz entfernt.
Die ursprüngliche Kolumbus-Statue wurde im Juni 2020 von Demonstranten während weit verbreiteter Black Lives Matter-Demonstrationen in den Vereinigten Staaten nach der Ermordung von George Floyd durch die Polizei gestürzt. Kritiker der Statue argumentierten, dass Kolumbus die Kolonisierung und den Völkermord an indigenen Völkern darstelle und dass sein Vermächtnis nicht gefeiert werden dürfe.
Die Entscheidung der Trump-Regierung, eine Ersatzstatue zu installieren, stieß bei Bürgerrechtlern und Historikern auf heftige Gegenreaktionen, die den Schritt als einen Versuch ansehen, das umstrittene Erbe von Kolumbus zu rehabilitieren und die Rassengerechtigkeitsbewegung zu untergraben.
Quelle: Deutsche Welle


