Vier Männer aus Florida wegen Mordanschlags auf den haitianischen Präsidenten verurteilt

Das Bundesgericht von Miami verurteilt vier Männer aus Südflorida wegen Verschwörung zur Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moise im Jahr 2021 mithilfe kolumbianischer Söldner.
Ein bedeutender Meilenstein in der internationalen Justiz wurde erreicht, als am Freitag vor einem Bundesgericht in Miami vier Einwohner Südfloridas für schuldig befunden wurden, eine Verschwörung zur Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moise im Jahr 2021 inszeniert zu haben. Die Verurteilungen stellen den Höhepunkt eines langwierigen neunwöchigen Prozesses dar, der eine komplexe internationale Verschwörung aufdeckte, die Söldnerrekrutierung, Waffenschmuggel und koordinierte Planung über mehrere Gerichtsbarkeiten hinweg beinhaltete. Gerichtsakten belegen umfassend die Beteiligung der Angeklagten an einem Plan, den die Staatsanwälte als kalkulierten Plan zum Sturz der haitianischen Regierung mit gewaltsamen Mitteln bezeichneten.
Die Staatsanwaltschaft legte während des gesamten Prozesses überzeugende Beweise vor, die zeigten, wie die vier Männer eine Streitmacht aus etwa zwei Dutzend ehemaligen kolumbianischen Soldaten, erfahrenen Militäragenten mit Kampferfahrung, zusammenstellten. Diese Söldner wurden systematisch mit erheblichen finanziellen Mitteln, Schusswaffen in Militärqualität, Tausenden Schuss Munition und hochentwickelter taktischer Ausrüstung wie Körperpanzerung und Schutzwesten versorgt. Die Angeklagten sollen diese Mordverschwörung mit größter Liebe zum Detail koordiniert und die operative Unterstützung geleistet haben, die für einen koordinierten Angriff gegen den amtierenden haitianischen Präsidenten in seiner Privatresidenz erforderlich war.
Am 7. Juli 2021 wurde der damals 53-jährige Jovenel Moise in seinem befestigten Privathaus in den Hügeln mit Blick auf Port-au-Prince, Haitis Hauptstadt, erschossen. Der Hinrichtungsmord schockierte die internationale Gemeinschaft und löste Schockwellen im ohnehin schon instabilen Karibikstaat aus. Die Ermordung des Präsidenten führte zu einem unmittelbaren und tiefgreifenden Machtvakuum in der haitianischen Regierung, wodurch wichtige Führungspositionen unbesetzt blieben und Verwaltungsfunktionen in einer Zeit schwerer politischer Instabilität in Unordnung gerieten.


