Französischer Professor wird wegen gefälschten Nobelpreises wegen Betrugs untersucht

Die Behörden ermitteln gegen Florent Montaclair, nachdem er sich und anderen bei der Zeremonie der französischen Nationalversammlung einen gefälschten internationalen Preis verliehen hatte.
Ein französischer Literaturprofessor ist Gegenstand einer intensiven Untersuchung durch die Behörden geworden, die behaupten, er habe einen aufwändigen akademischen Schwindel inszeniert, indem er einen gefälschten Nobelpreis geschaffen und überreicht habe. Der Fall hat Schockwellen in der europäischen akademischen Gemeinschaft ausgelöst und ernsthafte Fragen darüber aufgeworfen, wie eine solch aufwändige Täuschung an einer der renommiertesten Institutionen Frankreichs begangen werden konnte.
Florent Montaclair, 46, nutzte angeblich seine Position, um eine legitime internationale Auszeichnung zu etablieren, während er als Professor für Literatur und Linguistik arbeitete. Den Ermittlern zufolge täuschte der Professor die Teilnehmer einer offiziellen Zeremonie in der französischen Nationalversammlung systematisch, indem er seine gefälschte Auszeichnung überreichte, als wäre es eine echte Ehre, vergleichbar mit dem weltberühmten Nobelpreis.
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht eine feierliche Zeremonie, die in der französischen Legislativkammer stattfand und bei der Montaclair fotografiert wurde, als er die Goldmedaille für Philologie 2016 erhielt – angeblich verliehen von einer internationalen Gesellschaft, die sich dem Studium der Linguistik widmet. Bei der Veranstaltung, an der legitime Nobelpreisträger, ehemalige Minister, amtierende Parlamentsmitglieder, ausgezeichnete Wissenschaftler und angesehene Akademiker teilnahmen, schien Montaclair eine formelle Anerkennung für seine wissenschaftlichen Beiträge zu erhalten.
Der Professor, der von Zeugen als eine glatzköpfige, bebrillte Gestalt in einem schlecht sitzenden Anzug und einem auffälligen roséfarbenen Hemd beschrieben wurde, präsentierte sich während der gesamten Zeremonie mit beträchtlicher Würde. Sein Aussehen und sein Verhalten vermittelten offenbar genügend Legitimität, dass die Veranstaltung durch die Anwesenheit echter Würdenträger und erfahrener Akademiker erhebliche institutionelle Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit erregte.


