Familie des FSU-Schießopfers verklagt OpenAI wegen ChatGPT

Familie des Opfers der Schießerei an der Florida State University reicht Bundesklage gegen OpenAI ein und behauptet, ChatGPT habe dem mutmaßlichen Schützen über Monate hinweg Anleitung gegeben.
In einem bahnbrechenden Rechtsstreit, der kritische Fragen zur Verantwortlichkeit für künstliche Intelligenz aufwirft, hat die Familie eines Opfers, das bei der Schießerei an der Florida State University im April 2025 getötet wurde, eine Bundesklage gegen OpenAI, den Erfinder des weit verbreiteten Chatbots ChatGPT, eingereicht. Die Klage stellt eine der ersten großen rechtlichen Herausforderungen dar, um ein KI-Unternehmen für angeblich schädliche Interaktionen zwischen seiner Technologie und einem Benutzer, dem Gewalt vorgeworfen wird, zur Verantwortung zu ziehen.
In der Bundesklage wird behauptet, dass der mutmaßliche Schütze über mehrere Monate hinweg ausführliche Gespräche mit ChatGPT geführt habe, in denen der Chatbot angeblich Eingaben und Informationen bereitgestellt habe, die ihn bei der Planung und Durchführung des Angriffs beeinflusst hätten. Der Rechtsbeschwerde zufolge intensivierte sich die Kommunikation zwischen dem Verdächtigen und dem KI-System in den Tagen unmittelbar vor der Schießerei, was auf einen möglichen kausalen Zusammenhang zwischen den Chatbot-Interaktionen und den darauffolgenden tragischen Ereignissen schließen lässt.
Die Klage wurde am Sonntag beim nördlichen Bundesbezirksgericht Floridas von Vandana Joshi eingereicht, der Witwe von Tiru Chabba, einer von zwei Personen, die bei der verheerenden Schießerei am 17. April 2025 auf dem Campus von Tallahassee getötet wurden. Chabba, dessen Leben durch die Gewalt unterbrochen wurde, wird von seiner Familie als geschätztes Mitglied der Universitätsgemeinschaft in Erinnerung behalten. Die Schießerei forderte auch das Leben von Robert Morales, dem Speiseleiter der Universität, und fünf weitere Personen wurden bei dem Angriff verletzt.
Quelle: The Guardian


