Gaspreisanstieg, Trumps Zustimmungssturz: 3 Warnsignale für einen Iran-Krieg

Die eskalierenden Spannungen mit dem Iran haben die Gaspreise in die Höhe getrieben, während sich Trumps Zustimmungswerte in gefährliches Terrain bewegen. Entdecken Sie die wichtigsten Diagramme, die auf politische Risiken für den Präsidenten hinweisen.
Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben in den letzten Wochen einen Siedepunkt erreicht und Ängste vor einem möglichen militärischen Konflikt geweckt, der weitreichende Auswirkungen haben könnte. Während die Trump-Regierung ihre Rhetorik und ihr Vorgehen gegen den Iran verschärft, zeichnet sich ein Trio besorgniserregender Trends ab, die für den Präsidenten politische Schwierigkeiten bedeuten könnten.
Die Gaspreise steigen, da die Spannungen im Iran eskalieren
Eine der unmittelbarsten Folgen der verschärften Spannungen war ein starker Anstieg der Gaspreise in den gesamten Vereinigten Staaten. Den neuesten Daten der Energy Information Administration zufolge ist der landesweite Durchschnittspreis für Normalbenzin im vergangenen Monat um fast 25 Cent pro Gallone gestiegen und erreichte am 10. Juni 2,79 US-Dollar. Dies stellt einen erheblichen Anstieg dar, den die amerikanischen Verbraucher bereits an der Zapfsäule spüren.
Ein solch schneller Anstieg der Benzinpreise könnte erhebliche politische Auswirkungen auf die Trump-Regierung haben, da hohe Treibstoffkosten in der Vergangenheit eine Hauptursache für die Unzufriedenheit der Wähler waren. Wenn die Benzinpreise steigen, führt das häufig zu niedrigeren Zustimmungsraten für den amtierenden Präsidenten, da die Amerikaner den Druck in ihrem Portemonnaie spüren.
Trumps Zustimmungsrate geht zurück
Tatsächlich hat die Zustimmungsrate des Präsidenten im Zuge der Spannungen im Iran bereits begonnen, den neuesten Umfragedaten zufolge zu sinken. Eine am 11. Juni veröffentlichte Reuters/Ipsos-Umfrage ergab, dass Trumps Zustimmungsrate von 46 % in einer früheren Umfrage Anfang Mai auf nur noch 40 % gesunken ist. Dies stellt einen deutlichen Rückgang dar, der für das Weiße Haus zu Problemen führen könnte, wenn sich der Wahlzyklus 2020 zuspitzt.
Der Rückgang der Zustimmung zu Trump ist besonders deutlich bei den unabhängigen Wählern, einem wichtigen Swing-Voting-Block, der bei den Wahlen im nächsten Jahr eine entscheidende Rolle spielen könnte. Laut der Reuters/Ipsos-Umfrage ist Trumps Zustimmungsrate unter Unabhängigen von 46 % Anfang Mai auf nur noch 34 % in der jüngsten Umfrage gesunken.
Auch die Unterstützung der Republikaner zeigt Risse
Am besorgniserregendsten für die Trump-Regierung ist vielleicht, dass die Zustimmungsrate des Präsidenten auch bei Mitgliedern seiner eigenen Partei zu sinken beginnt. Während Trump immer noch starke Unterstützung von der republikanischen Basis genießt, ergab eine am 10. Juni veröffentlichte CNN-Umfrage, dass seine Zustimmungsrate unter den GOP-Wählern von 90 % im April auf 84 % in der neuesten Umfrage gesunken ist.
Dieser Rückgang der Unterstützung innerhalb seiner eigenen Partei könnte es für Trump schwieriger machen, eine einheitliche Front aufrechtzuerhalten, während er die heikle Situation mit dem Iran bewältigt. Wenn die Republikaner beginnen, sich von der Iran-Politik des Präsidenten zu distanzieren, könnte dies seine Verhandlungsposition und seine Fähigkeit, das Land hinter seinen Aktionen zu gewinnen, erheblich untergraben.
Letztendlich stellt die Kombination aus steigenden Gaspreisen, sinkenden Zustimmungsraten und Brüchen in seiner republikanischen Unterstützung ein Trio besorgniserregender Warnsignale für Präsident Trump dar, während er die eskalierenden Spannungen mit dem Iran bewältigt. Diese Entwicklungen könnten erhebliche politische Konsequenzen für das Weiße Haus haben und möglicherweise Trumps Wiederwahlaussichten gefährden, wenn sich die Situation weiter verschlechtert.
Quelle: BBC News


