Der Waffenstillstand im Gazastreifen gerät ins Wanken, während Trumps Iran-Konflikt eskaliert

Während sich Trumps Fokus auf den Iran-Krieg verlagert, ist der fragile Waffenstillstand in Gaza ins Wanken geraten, und Israel verschärft seine Blockade der Enklave.
Der schwache Waffenstillstand zwischen Israel und Gaza ist in den letzten Wochen ins Wanken geraten, da sich Präsident Trumps Aufmerksamkeit dem eskalierenden Konflikt mit Iran zugewandt hat. Die im Zuge des jüngsten Waffenstillstands im Gazastreifen erzielten Gewinne scheinen zu schrumpfen, da Israel seine Belagerung der Küstenenklave verschärft.
Nur wenige Monate nach der Aushandlung eines Waffenstillstands zwischen Israel und den militanten palästinensischen Gruppen im Gazastreifen hat sich die Trump-Regierung weitgehend vom israelisch-palästinensischen Konflikt zurückgezogen, und der Präsident ist nun auf die wachsenden Spannungen mit dem Iran fixiert. Diese Schwerpunktverlagerung hat es Israel ermöglicht, stillschweigend seine Blockade des Gazastreifens zu verstärken und damit einen Großteil der Fortschritte, die nach der letzten Kampfrunde erzielt wurden, zunichte zu machen.
Die Beschränkungen für den Personen- und Güterverkehr in und aus Gaza nehmen stetig zu, was die Wiederaufbaubemühungen behindert und die ohnehin fragile Wirtschaft der Enklave abwürgt. Unterdessen haben militante Gruppen in Gaza ihre regelmäßigen Raketenangriffe auf Israel wieder aufgenommen und dabei Vergeltungsschläge ausgeführt, bei denen mehrere Palästinenser getötet wurden.
Der lange aufgeschobene und zunehmend irrelevante Friedensplan der Trump-Regierung für den israelisch-palästinensischen Konflikt wurde nun so gut wie auf Eis gelegt, während das Weiße Haus seine Energie in die Konfrontation mit dem Iran investiert. Dadurch befinden sich Gaza und seine 2 Millionen Einwohner in einem Schwebezustand, und der schwache Waffenstillstand, der auf den letzten Krieg im Jahr 2014 folgte, löst sich nun auf.
Analysten warnen, dass die anhaltende Verschlechterung der Bedingungen in Gaza zu einem erneuten Ausbruch von Gewalt führen könnte, da die zunehmend verzweifelte Bevölkerung der Enklave auf militante Gruppen hofft, um die Belagerung zu brechen. Der Rückzug der Trump-Regierung aus dem Konflikt habe Israel nur ermutigt, seinen Einfluss auf das Territorium zu verstärken.
Quelle: NPR


