Georgia County wehrt sich gegen Bundesvorladung für Wahlhelfer

Fulton County widersetzt sich der Forderung des US-Anwalts nach Kontaktinformationen für Wahlhelfer für 2020, was Datenschutz- und Sicherheitsbedenken für Wahlhelfer aufwirft.
In einer bedeutenden Entwicklung in Bezug auf die Privatsphäre von Wahlhelfern und der Bundesaufsicht erhebt Fulton County, Georgia, eine rechtliche Anfechtung gegen eine Vorladung eines Bundesanwalts, der detaillierte persönliche Informationen über Tausende von Personen fordert, die während der Präsidentschaftswahl 2020 als Wahlhelfer gedient haben. Der Widerstand des Landkreises gegen diese Forderung verdeutlicht die wachsenden Bedenken hinsichtlich des Schutzes von Wahlpersonal und der potenziellen Risiken, denen diese durch die Offenlegung ihrer Identität und Kontaktinformationen ausgesetzt sein könnten. Dieser Fall unterstreicht die Spannung zwischen der Ermittlungsbehörde des Bundes und dem Schutz von Personen, die wesentliche demokratische Funktionen wahrnehmen.
Die Vorladung, die im April offiziell von Dan Bishop, dem vorläufigen US-Anwalt für den mittleren Bezirk von North Carolina, ausgestellt wurde, fordert, dass Fulton County umfassende Listen mit detaillierten Angaben zum Wahlpersonal vorlegt, das während der Wahl im November 2020 gearbeitet hat. Mit der Anfrage wird insbesondere die Identifizierung aller betroffenen Arbeitnehmer anhand des Namens, der bekleideten offiziellen Position, der Wohnadresse, der E-Mail-Adresse und der persönlichen Telefonnummer angestrebt. Eine solch umfassende Nachfrage nach persönlichen Kontaktinformationen wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Privatsphäre dieser Personen auf, von denen viele ihre bürgerlichen Pflichten erfüllten, ohne zu erwarten, dass ihre persönlichen Daten ohne rechtlichen Schutz oder eindeutige Begründung an Bundesbehörden weitergegeben würden.
Die Umstände dieser Vorladung sind angesichts des umstrittenen Umfelds rund um die Wahl 2020 und der anschließenden Untersuchungen zur Wahlverwaltung in mehreren Bundesstaaten besonders bemerkenswert. Wahlhelfer werden zunehmend zur Zielscheibe von Belästigungen, Drohungen und Einschüchterungen durch Personen, die die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2020 bestreiten. Bezirksbeamte und Wahlsicherheitsexperten haben gewarnt, dass die Bereitstellung detaillierter Kontaktinformationen diese Arbeitnehmer zusätzlichen Belästigungskampagnen oder potenziellen Bedrohungen ihrer persönlichen Sicherheit aussetzen könnte. Die Rechtsabteilung von Fulton County hat argumentiert, dass die Forderung zu weit gefasst ist, es an einer angemessenen Begründung mangelt und möglicherweise die Datenschutzrechte der beteiligten Arbeitnehmer verletzt.


