Der Gouverneur von Georgia beruft eine Sondersitzung zur Neugestaltung der Wahlkarten ein

Der republikanische Gouverneur Brian Kemp kündigt eine Sondersitzung der Legislaturperiode im Juni an, um nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zum Voting Rights Act die Wahlkarten Georgiens neu zu gestalten.
Georgiens republikanischer Gouverneur Brian Kemp hat einen bedeutenden politischen Schritt eingeleitet, der den Staat als den letzten Staat im Süden positioniert, der umfassende Bemühungen zur Wahlkreisumverteilung unternimmt. Die Ankündigung einer Sondersitzung der Legislaturperiode für nächsten Monat stellt einen entscheidenden Moment in der laufenden landesweiten Debatte über Wahlbezirke und Wahlvertretung dar. Diese Entwicklung folgt auf die umstrittene Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die die Rechtslandschaft für den Stimmrechtsschutz im ganzen Land grundlegend verändert hat.
Die Sondersitzung, die am 17. Juni beginnen soll, wird ausdrücklich zu dem Zweck einberufen, sich mit dem zu befassen, was Kemps Büro als „Erlass, Überarbeitung, Aufhebung oder Änderung“ von Bezirksgrenzen sowohl für bundesstaatliche Parlamentspositionen als auch für Kongressbezirke beschreibt. Dieser umfassende Ansatz zur Umverteilung spiegelt die umfassenderen Auswirkungen des Urteils des Obersten Gerichtshofs im wegweisenden Fall Louisiana v. Callais wider, der den Rahmen, unter dem Staaten bei der Berücksichtigung von Wahlgrenzen und demografischer Repräsentation agieren müssen, grundlegend neu gestaltete.
Der Zeitpunkt des Schritts Georgiens reiht es in eine Reihe südlicher Bundesstaaten ein, die schnell auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bezüglich des Voting Rights Act reagiert haben. Durch die Klage des Gerichts wurden langjährige Bundesschutzmaßnahmen aufgehoben, die zuvor bestimmte Gerichtsbarkeiten dazu verpflichtet hatten, eine Genehmigung einzuholen, bevor Änderungen an Wahlkarten vorgenommen werden konnten. Diese Entwicklung hat im gesamten Süden eine Welle gesetzgeberischer Aktivitäten ausgelöst, da die Bundesstaaten ihre Bezirkskonfigurationen im Lichte dieses neuen rechtlichen Umfelds neu bewerten.


