Geisterbesitzer: 18.000 britische Fahrzeuge ohne Spur

Eine exklusive Untersuchung ergab, dass 18.260 Fahrzeuge ohne ordnungsgemäße Eigentümeraufzeichnungen bei der DVLA registriert waren. Labour-Abgeordneter fordert Maßnahmen zur Rechenschaftspflicht.
Eine exklusive Untersuchung hat eine erhebliche Lücke bei der Rechenschaftspflicht im britischen Fahrzeugzulassungssystem aufgedeckt, da derzeit mehr als 18.000 Fahrzeuge auf britischen Straßen unterwegs sind, ohne dass der Aufenthaltsort ihrer Besitzer ordnungsgemäß dokumentiert ist. Diese alarmierende Entdeckung hat dringende Forderungen nach Reformen seitens der Gesetzgeber ausgelöst, die argumentieren, dass die aktuelle Situation gefährliche Schlupflöcher schafft, die es gefährlichen Fahrern ermöglichen, sich der Verantwortung für ihre Handlungen auf der Straße zu entziehen.
Laut Daten, die im Rahmen einer Informationsfreiheitsanfrage bei der Driver and Vehicle Licensing Agency erhalten wurden, sind 18.260 Fahrzeuge unter der eigenen Adresse der DVLA und nicht unter der tatsächlichen Wohnadresse ihrer Besitzer registriert. Diese administrative Eigenart bedeutet, dass die Behörden keine Möglichkeit haben, die registrierten Halter dieser Fahrzeuge zu identifizieren oder ausfindig zu machen, was zu dem führt, was Beamte und Abgeordnete als eine wachsende Krise von Geisterbesitzern beschreiben, die nahezu völlig ungestraft agieren.
Die Enthüllung löste erhebliche Besorgnis bei Befürwortern der Verkehrssicherheit und Strafverfolgungsbeamten aus, die warnen, dass diese Lücke es Fahrern ermöglicht, schwere Verkehrsdelikte zu begehen, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Vertreter der Labour-Abgeordneten äußerten sich besonders lautstark und betonten die gefährlichen Auswirkungen von Fahrzeugen, die nicht über die üblichen Strafverfolgungskanäle zurückverfolgt werden können, und forderten ein sofortiges Eingreifen der zuständigen Behörden.
Quelle: The Guardian


