Globale Ölkrise: Deja Vu oder beispiellose Herausforderung?

Wir untersuchen die Parallelen und Unterschiede zwischen dem Ölembargo von 1973 und der heutigen globalen Ölkrise und decken das beispiellose Ausmaß der aktuellen Versorgungsstörungen auf.
Die aktuelle globale Ölkrise hat unweigerlich Vergleiche mit dem Ölembargo von 1973 hervorgerufen, einem bahnbrechenden Ereignis, das Schockwellen durch die Weltwirtschaft geschickt hat. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch, dass Ausmaß und Dynamik der beiden Krisen sehr unterschiedlich sind und sowohl politische Entscheidungsträger als auch die Öffentlichkeit vor eine beispiellose Herausforderung stellen.
Im Jahr 1973 wurden durch das OPEC-Embargo 4,5 Millionen Barrel pro Tag aus der weltweiten Versorgung entfernt, eine erhebliche, aber beherrschbare Störung. Im Gegensatz dazu wurden in der aktuellen Krise unglaubliche 20 Millionen Barrel pro Tag vom Markt genommen, eine Zahl, die die Ereignisse von vor fast 50 Jahren in den Schatten stellt.
Der Hauptgrund für diesen beispiellosen Angebotsschock ist die russische Invasion in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen und Handelsbeschränkungen für russische Ölexporte. Dieser geopolitische Konflikt hat einen großen Hersteller effektiv vom Weltmarkt verdrängt und die ohnehin schon angespannte Versorgungslage aufgrund der COVID-19-Pandemie noch verschärft.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Al Jazeera


