GM legt Datenschutzklage in Höhe von 12,75 Millionen US-Dollar bei

General Motors stimmt einer Einigung in Höhe von 12,75 Millionen US-Dollar wegen des illegalen Verkaufs des Standorts und personenbezogener Daten kalifornischer Fahrer an Makler ohne Zustimmung zu.
General Motors hat einer erheblichen finanziellen Einigung in Höhe von insgesamt 12,75 Millionen US-Dollar zugestimmt, um schwerwiegende Vorwürfe auszuräumen, wonach das Unternehmen den persönlichen Standort und die Fahrdaten von Hunderttausenden Einwohnern Kaliforniens unrechtmäßig an Datenbroker von Drittanbietern verkauft habe. Die Vergleichsankündigung, die am Freitag vom kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta veröffentlicht wurde, stellt einen großen Sieg für Befürworter des Verbraucherschutzes dar und wirft wichtige Fragen darüber auf, wie Autohersteller mit sensiblen Fahrerinformationen in einem zunehmend vernetzten Fahrzeugökosystem umgehen.
Laut Bontas offizieller Erklärung hat General Motors betrügerische Praktiken angewendet, indem es wertvolle Fahrerdaten verkaufte, ohne die entsprechende Zustimmung der betroffenen Personen einzuholen. Der Generalstaatsanwalt betonte, dass der in Detroit ansässige Autohersteller zuvor „zahlreiche Erklärungen abgegeben habe, in denen er den Fahrern versichert habe, dass er dies nicht tun werde“, was die mutmaßlichen Verstöße besonders ungeheuerlich mache. Dieser Widerspruch zwischen den öffentlichen Versprechen des Unternehmens und seinen tatsächlichen Geschäftspraktiken wurde zu einem zentralen Schwerpunkt der Untersuchung, die zum Vergleich führte.
Die Standortdaten, die GM angeblich verkauft hatte, stellten hochsensible persönliche Informationen mit erheblichen Auswirkungen auf die Privatsphäre dar. Laut Bontas Büro umfasste dieser „Informationsschatz präzise und persönliche Standortdaten, die die alltäglichen Gewohnheiten und Bewegungen der Kalifornier identifizieren konnten“. Solche detaillierten Tracking-Informationen können zutiefst persönliche Details über das Leben einzelner Personen offenbaren, einschließlich der Orte, an denen sie arbeiten, Gottesdienste feiern, einkaufen und ihre Freizeit verbringen. Wenn diese Daten aggregiert und analysiert werden, entstehen detaillierte Verhaltensprofile, die für gezielte Werbung, Diskriminierung bei Versicherungspreisen und andere potenziell schädliche Zwecke verwendet werden können.
Die mit den Maklern geteilten Fahrdaten gingen über die einfache Standortverfolgung hinaus und umfassten ein umfassendes Bild davon, wie und wann die Einwohner Kaliforniens ihre Fahrzeuge nutzten. Diese Informationen könnten möglicherweise verwendet werden, um Fahrmuster zu analysieren, den Wartungsbedarf von Fahrzeugen vorherzusagen oder Versicherungsunternehmen über Fahrgewohnheiten zu informieren. Durch die Kombination von Standortdaten und Informationen zum Fahrverhalten entsteht ein besonders eindringliches Bild des Alltagslebens und der Mobilitätsmuster einzelner Personen.
Quelle: The Guardian


