Googles genialer Plan zum Schutz von HTTPS vor Quantenbedrohungen

Google stellt eine Strategie vor, um HTTPS-Zertifikate gegen Quantencomputerangriffe zu schützen, ohne das Internet zu stören. Erfahren Sie, wie sie die Herausforderung größerer Zertifikatsgrößen meistern.
Google hat einen genialen Plan vorgestellt, um HTTPS-Zertifikate gegen Quantencomputer-Angriffe zu schützen, ohne das Internet zu zerstören. Die Herausforderung, vor der sie stehen, ist eine große Herausforderung: Die für die transparente Veröffentlichung von TLS-Zertifikaten erforderlichen quantenresistenten kryptografischen Daten sind etwa 40-mal größer als das heute verwendete klassische kryptografische Material.
Derzeit sind X.509-Zertifikate etwa 64 Byte groß und bestehen aus sechs elliptischen Kurvensignaturen und zwei öffentlichen EC-Schlüsseln. Dieses Material kann mit dem quantenaktivierten Shors Algorithmus geknackt werden. Zertifikate, die das entsprechende quantenresistente kryptografische Material enthalten, sind etwa 2,5 Kilobyte groß. Alle diese Daten müssen übertragen werden, wenn ein Browser eine Verbindung zu einer Website herstellt.
Bas Westerbaan, leitender Forschungsingenieur bei Cloudflare, das beim Übergang mit Google zusammenarbeitet, erklärt die Herausforderung: „Je größer das Zertifikat, desto langsamer der Handschlag und desto mehr Menschen lassen Sie zurück. Unser Problem ist, dass wir bei diesem Übergang keine Menschen zurücklassen wollen.“ Er fügt hinzu, dass die massive Vergrößerung auch die „mittleren Boxen“ beeinträchtigen kann, die zwischen Browsern und der endgültigen Website liegen.
Um dieses Problem anzugehen, hat Google eine clevere Lösung entwickelt, die die 2,5 KB quantenresistenten Daten in einen 64-Byte-Raum „quetscht“, sodass sie transparent zusammen mit vorhandenen Zertifikaten veröffentlicht werden können, ohne das Surferlebnis zu beeinträchtigen. Dieser innovative Ansatz stellt sicher, dass das Internet für alle zugänglich bleibt, und macht HTTPS gleichzeitig zukunftssicher gegen die drohende Bedrohung durch Quantencomputer-Angriffe.
Der Schlüssel zur Strategie von Google ist eine Technik namens Compact LWE, die für „Compact Learning With Errors“ steht. Dieses kryptografische Primitiv ermöglicht es ihnen, die großen quantenresistenten Daten in ein kompaktes Format zu verdichten, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Durch die Nutzung dieses innovativen Ansatzes ebnet Google den Weg für einen nahtlosen Übergang zu quantenresistentem HTTPS und schützt die Infrastruktur des Internets vor der bevorstehenden Quantencomputer-Revolution.
Wie Bas Westerbaan feststellt: „Je größer sie werden, desto langsamer bewegen sie sich.“ Die geniale Lösung von Google meistert diese Herausforderung auf elegante Weise und stellt sicher, dass das Internet weiterhin reibungslos funktionieren kann, während es sich gleichzeitig auf das Zeitalter des Quantencomputings vorbereitet. Dies ist ein Beweis für den zukunftsorientierten Ansatz und das Engagement des Unternehmens für die langfristige Sicherheit des Internets.
Angesichts der drohenden Bedrohung durch Quantencomputer ist die innovative Arbeit von Google in diesem Bereich von entscheidender Bedeutung für die Wahrung der Integrität des Internets. Durch die Entwicklung einer Möglichkeit, HTTPS-Zertifikate quantensicher zu machen, ohne die Zugänglichkeit zu beeinträchtigen, schaffen sie die Voraussetzungen für eine sicherere und widerstandsfähigere Online-Landschaft und ermöglichen Benutzern und Unternehmen gleichermaßen, sich sicher in der digitalen Welt zurechtzufinden.
Quelle: Ars Technica


