Griechenland und die Türkei bereiten sich auf eine schwere Kältewelle vor

In Griechenland und der Türkei kommt es in der Spätsaison zu einem Kälteeinbruch mit starkem Wind, starkem Regen und Schnee in höheren Lagen. Mitteleuropa erlebt Sommerhitze.
Der östliche Mittelmeerraum kämpft derzeit mit einer für die Jahreszeit ungewöhnlichen Kälteperiode in Griechenland und der Türkei, die am Wochenende und in der kommenden Woche zu dramatischen Wetterveränderungen geführt hat. Der Hauptverursacher ist ein Tiefdruckgebiet direkt über der Türkei, das kalte, feuchtigkeitsreiche Luftmassen aus der Schwarzmeerregion über nordöstliche Korridore nach Süden zieht. Diese besondere meteorologische Konfiguration hat dazu geführt, dass die Temperaturen deutlich unter die saisonalen Normen gefallen sind, was zu starken Kontrasten zu der typischen Frühlingswärme führt, die in der gesamten Region Anfang Mai erwartet wird.
Die Temperaturanomalien waren in beiden Ländern besonders ausgeprägt, wobei die meisten Gebiete im Landesinneren der Türkei Schwierigkeiten hatten, über 10 Grad Celsius zu klettern – was einen dramatischen Unterschied von etwa 10 Grad unter den historischen Durchschnittswerten für diese Jahreszeit darstellt. In Griechenland herrschten ähnlich kalte Bedingungen, und in Athen herrschten Anfang Mai Temperaturen um die 20er-Grad-Marke, während die Tageshöchsttemperaturen kaum im Zehnerbereich lagen. Dieser Temperaturrückgang in den Mittelmeerregionen hat Anwohner und Meteorologen gleichermaßen überrascht, da solche Kälteeinbrüche in der Spätsaison in den historisch gemäßigten Küstengebieten relativ selten sind.
Abgesehen von den eisigen Temperaturen waren beide Länder in Griechenland und der Türkei mit schweren und gefährlichen Wetterbedingungen konfrontiert, die weit über einfache Kälte hinausgingen. Auf den Inseln der südlichen Ägäis kam es zu besonders heftigen Windverhältnissen. Allein am Sonntagabend erreichten Orkanböen eine Geschwindigkeit von etwa 60 Meilen pro Stunde. Diese starken Winde haben gefährliche Bedingungen für maritime Aktivitäten geschaffen und zu erheblichen Störungen in den Inselgemeinden in der gesamten Region geführt.
Quelle: The Guardian


