Green Card-Inhabern droht die Abschiebung unter der neuen ICE-Einheit

Fast 2.890 Green-Card-Fälle werden vom USCIS-Entfernungsapparat geprüft. Erfahren Sie mehr über die neue Abschiebungsinitiative für Personen mit ständigem Wohnsitz.
Mit der Einrichtung eines neu geschaffenen Abschiebungsapparats, der darauf abzielt, Green-Card-Inhaber für potenzielle Abschiebungsverfahren ins Visier zu nehmen, hat sich die Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen erheblich verändert. Jüngsten Daten der US-amerikanischen Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsbehörde zufolge wurden bis zum 7. Mai etwa 2.890 Fälle mit Personen mit ständigem Wohnsitz entweder geprüft oder werden von dieser Spezialeinheit noch aktiv bewertet. Diese Entwicklung stellt eine bemerkenswerte Verschiebung der Prioritäten der Einwanderungsbehörde auf Bundesebene dar und hat bei Einwandererinteressengruppen und Rechtsexperten erhebliche Bedenken hinsichtlich des Umfangs und der Auswirkungen dieser Maßnahmen hervorgerufen.
Die Schaffung dieser Abschiebeeinheit stellt eine Erweiterung der Mechanismen zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen dar, die sich speziell auf die Identifizierung und Bearbeitung von Fällen von Entzug und Entfernung einer Green Card konzentrieren. Die schiere Menge der bearbeiteten Fälle – fast 2.890 innerhalb eines relativ kurzen operativen Zeitrahmens – zeigt, in welchem Umfang diese Initiative funktioniert. Rechtsanalysten haben festgestellt, dass die gezielte Bekämpfung von Green-Card-Inhabern, bei denen es sich in der Regel um Personen mit ständigem Wohnsitz in den Vereinigten Staaten handelt, deren Leben, Familien und Beschäftigung dort etabliert sind, ein aggressiveres Durchsetzungsverhalten darstellt als in den letzten Jahren.
Inhaber einer Green Card, offiziell als „Lawful Permanent Residents“ bekannt, nehmen im amerikanischen Einwanderungssystem eine Sonderstellung ein. Obwohl sie keine US-Bürger sind, verfügen sie über die gesetzliche Erlaubnis, auf unbestimmte Zeit im Land zu leben, zu arbeiten und zu studieren, und sie genießen die meisten der gleichen Rechte und Schutzmaßnahmen wie Staatsbürger, mit der bemerkenswerten Ausnahme, dass sie wählen gehen und bestimmte Bundesämter bekleiden. Die Tatsache, dass dieser neue Durchsetzungsapparat speziell auf diese Bevölkerungsgruppe abzielt, hat erhebliche Auswirkungen für Millionen von Menschen, die glaubten, dass ihr Status als ständiger Wohnsitz ihnen mehr Stabilität und Sicherheit verschaffte als Inhaber eines vorübergehenden Visums.
Quelle: The New York Times


