Bahnbrechende Zelllinien-Kontroverse beigelegt: Die Familie von Henrietta Lacks einigt sich mit Novartis

Im jahrzehntelangen Streit um die unbefugte Nutzung der unsterblichen Zelllinie von Henrietta Lacks ist eine Einigung erzielt worden, die ihren Nachkommen die längst überfällige Anerkennung und Entschädigung beschert.
Henrietta Lacks, eine junge Afroamerikanerin, deren Krebszellen ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung entnommen und für medizinische Forschung verwendet wurden, ist seit langem ein Symbol für die ethischen Herausforderungen, die mit der Verwendung menschlicher biologischer Materialien verbunden sind. Jetzt, nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten, hat ihre Familie endlich eine Einigung mit dem Pharmaunternehmen Novartis wegen der unbefugten Nutzung ihrer bahnbrechenden Zelllinie erzielt.
Der am Dienstag bekannt gegebene Vergleich markiert einen bedeutenden Moment im Kampf der Familie Lacks um Anerkennung und Entschädigung. Henrietta Lacks, die 1951 an Gebärmutterhalskrebs starb, ließ ihre Zellen ohne ihr Wissen entnehmen und kultivieren, was zur Entstehung der HeLa-Zelllinie führte, einem der wichtigsten Werkzeuge der modernen Medizin. Die HeLa-Zellen wurden bei unzähligen wissenschaftlichen Durchbrüchen eingesetzt, von der Entwicklung des Polio-Impfstoffs bis zur Krebsforschung, aber die Familie Lacks hatte keinen finanziellen Nutzen aus ihrer weitreichenden Nutzung.
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Der Anwalt der Familie Lacks, Ben Crump, begrüßte die Einigung als einen historischen Moment und erklärte, dass dies der Fall sei
Quelle: The New York Times


