Wachsende Besorgnis über die Ausbreitung arzneimittelresistenter Shigellen in der LGBTQ+-Gemeinschaft

Alarmierende neue Daten der UKHSA zeigen einen anhaltenden Anstieg arzneimittelresistenter Shigella-Fälle, von denen in England vor allem schwule und bisexuelle Männer betroffen sind. Experten fordern eine verstärkte Sensibilisierung und Prävention.
Die Gesundheitsbehörde des Vereinigten Königreichs (UKHSA) hat einen anhaltenden Anstieg der Fälle arzneimittelresistenter Shigella-Infektionen bei schwulen und bisexuellen Männern in England gemeldet. Den neuesten Daten zufolge gab es im Jahr 2025 über 2.500 Diagnosen dieser sexuell übertragbaren bakteriellen Infektion, was die anhaltende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit unterstreicht.
Shigella, ein hochansteckendes Bakterium, kann schweren Durchfall, Fieber und Bauchkrämpfe verursachen. Während die Infektion normalerweise mit Antibiotika behandelbar ist, wird die Behandlung durch das Auftreten arzneimittelresistenter Stämme zunehmend schwieriger und stellt eine erhebliche Bedrohung für die LGBTQ+-Gemeinschaft dar.
„Die anhaltend hohe Zahl arzneimittelresistenter Shigella-Fälle bei schwulen und bisexuellen Männern in England ist zutiefst besorgniserregend“, sagte Dr. Sophia Makki, eine führende Expertin für Infektionskrankheiten am UKHSA. „Diese Infektionen können besonders schwerwiegend sein und zu schwerwiegenden Komplikationen führen, wenn sie nicht richtig behandelt werden.“
Der Anstieg der Shigella-Fälle wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt, darunter erhöhte sexuelle Aktivität, schlechte Hygienepraktiken und die begrenzte Wirksamkeit verfügbarer Antibiotika. Die UKHSA hat betont, wie wichtig es ist, innerhalb der LGBTQ+-Gemeinschaft das Bewusstsein für die Risiken und Präventionsmaßnahmen zu schärfen, wie z. B. das Praktizieren von Safer Sex, die Aufrechterhaltung einer guten persönlichen Hygiene und die Suche nach sofortiger ärztlicher Hilfe, wenn Symptome auftreten.
„Wir müssen dieses Problem ernst nehmen und zusammenarbeiten, um die Ausbreitung arzneimittelresistenter Shigellen einzudämmen“, sagte Dr. Makki. „Dies erfordert einen mehrgleisigen Ansatz, einschließlich verstärkter Tests, verbessertem Zugang zu Behandlung und gezielten Aufklärungskampagnen, um die LGBTQ+-Gemeinschaft in die Lage zu versetzen, ihre sexuelle Gesundheit zu schützen.“
Gesundheitsbehörden fordern schwule und bisexuelle Männer dazu auf, wachsam zu sein, Safer Sex zu praktizieren und einen Arzt aufzusuchen, wenn bei ihnen Symptome einer Shigella-Infektion auftreten. Eine frühzeitige Diagnose und eine angemessene Behandlung sind entscheidend für die Bewältigung des Ausbruchs und die Verhinderung der weiteren Ausbreitung dieses arzneimittelresistenten Erregers.
Quelle: UK Government


