Gutsy Wired Editor mischt die Tech-Welt auf

Die neue Chefredakteurin von Wired, Katie Drummond, nimmt es mit ihrer schlagkräftigen politischen Berichterstattung furchtlos mit der Tech-Branche auf und macht die Publikation zu einer Pflichtlektüre.
Katie Drummond, die neue Chefredakteurin des Magazins Wired, mischt die Tech-Welt mit ihrer furchtlosen und kompromisslosen Herangehensweise an den Journalismus auf. Seit Drummond im Jahr 2020 das Ruder übernommen hat, hat er die Publikation in Richtung einer aggressiveren politischen Berichterstattung gelenkt, ohne Angst davor zu haben, die kontroversen Themen anzugehen, die von der Technologiebranche lange Zeit unter den Teppich gekehrt wurden.
Drummonds Ankunft bei Wired markierte einen bedeutenden Wandel in der redaktionellen Ausrichtung des Magazins. Vorbei sind die Zeiten von Soft-Fokus-Profilen und Produktrezensionen – stattdessen hat Drummond ihr Team dazu gedrängt, tief in die politischen Implikationen des Technologiesektors einzutauchen und die Elite des Silicon Valley für ihr Handeln und die Auswirkungen ihrer Produkte auf die Gesellschaft zur Verantwortung zu ziehen.
Einer der auffälligsten Schritte von Drummond war die eingehende Untersuchung des Skandals um Facebook-Dateien, die das Wissen des Social-Media-Riesen über den Schaden enthüllte, den seine Plattformen insbesondere jungen Nutzern zufügten. Die Serie brachte Wired große Anerkennung ein und festigte den Ruf des Magazins als Anlaufstelle für schlagkräftigen Technologiejournalismus.
Aber Drummonds Bereitschaft, es mit der Technologiebranche aufzunehmen, hat auch den Zorn einiger der Personen auf sich gezogen, auf die sie abzielt. Tech-CEOs und ihre treuen Anhänger haben Wired scharf kritisiert und dem Magazin vorgeworfen, eine Anti-Tech-Voreingenommenheit zu hegen und die Nuancen der Branche nicht zu verstehen.
Drummond bleibt jedoch unbeirrt. Sie glaubt, dass die Rolle von Wired darin besteht, den Status quo in Frage zu stellen und die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen, auch wenn das bedeutet, dass man dabei ein paar Ärgernisse macht.
Quelle: The New York Times


