Die Hongkonger Polizei erhält durch neue nationale Sicherheitsgesetze weitreichende Befugnisse

Die Behörden Hongkongs können nun im Rahmen einer Razzia im Rahmen der umstrittenen nationalen Sicherheitsgesetze der Stadt Passwörter und Zugang zu digitalen Geräten verlangen.
In einer besorgniserregenden Entwicklung für die Bürgerrechte hat die Polizei Hongkongs im Rahmen der strengen nationalen Sicherheitsgesetze der Stadt weitreichende neue Befugnisse erhalten. Behörden können nun verlangen, dass Einzelpersonen die Passwörter und den vollständigen Zugriff auf ihre digitalen Geräte, einschließlich Smartphones, Laptops und Tablets, bereitstellen. Wer sich weigert, sich daran zu halten, muss mit harten Strafen rechnen, darunter bis zu einem Jahr Gefängnis und Geldstrafen von bis zu 100.000 HK$ (ca. 12.700 $ oder 9.600 £).
Die neuen Regeln, die am 1. August 2021 in Kraft traten, sind die jüngste Eskalation im Vorgehen Hongkongs gegen abweichende Meinungen und freie Meinungsäußerung nach der Umsetzung des nationalen Sicherheitsgesetzes im Jahr 2020. Das von Peking erlassene Gesetz wurde vielfach wegen seiner weit gefassten und vagen Bestimmungen kritisiert, die den Behörden weitreichende Befugnisse zur Unterdrückung politischer Opposition und der freien Meinungsäußerung einräumen.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Aktivisten und Rechtsexperten haben große Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der neuen Befugnisse der Polizei auf Privatsphäre und Datensicherheit geäußert. Maya Wang, eine leitende China-Forscherin bei Human Rights Watch, warnte davor, dass die Regeln einen Einfluss haben könnten
Quelle: BBC News


