Wie Robert F. Kennedy Jr. unregulierte Peptidmedikamente auf den Markt bringen will

Der US-Gesundheitsminister plant, den Verkauf riskanter, unbewiesener Peptidmedikamente an die Öffentlichkeit zu öffnen – und damit die Wissenschaft und die öffentliche Gesundheit zugunsten der „Wellness“-Profiteure zu untergraben.
Robert F. Kennedy Jr., der US-Gesundheitsminister, drängt darauf, der Öffentlichkeit eine breite Palette injizierbarer Peptid-Medikamente ohne entsprechende klinische Studien oder Vorschriften zugänglich zu machen. Peptide sind komplexe Moleküle, die starke Auswirkungen auf den Körper haben können, aber ihre Sicherheit und Wirksamkeit müssen streng getestet werden, bevor sie allgemein verfügbar gemacht werden.
Anstatt das Vorsorgeprinzip aufrechtzuerhalten und der öffentlichen Gesundheit Vorrang einzuräumen, tendiert Kennedys Make America Healthy Again (Maha)-Agenda dazu, wissenschaftliche Expertise zugunsten von unbewiesenen „Wellness“-Behandlungen und deren Interessen zu untergraben von Profiteuren. Dieser Ansatz könnte die Amerikaner den Risiken ungetesteter Medikamente aussetzen, die von Händlern und Verbreitern von Fehlinformationen beworben werden.
Peptide werden vom Körper verwendet, um wichtige Signale zu senden, und es gibt viele verschiedene Arten mit unterschiedlichen Wirkungen. Die Sicherheit und Wirksamkeit jedes Peptids muss individuell durch rigorose klinische Studien bewertet werden, bevor es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Dennoch behauptet Kennedy, er werde den Verkauf von ungefähr 14 injizierbaren Peptidmedikamenten eröffnen und damit diesen entscheidenden Prozess umgehen.
Quelle: The Guardian


