Wie soziale Medien Gewalt in marginalisierten US-Gemeinschaften anheizen
Neue Forschungsergebnisse zeigen, wie Online-Verspottungen und Musikvideos zu Schießereien in unterversorgten Vierteln von Schwarzen und Latinos führen, ein Phänomen, das von den Medien oft übersehen wird.
Social-Media-Plattformen wie Instagram und YouTube zunehmend mit Gewalt in unterversorgten Schwarzen- und Latino-Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten verflochten. Der Forscher Thomas Abt erklärt, wie Online-Streitigkeiten, Liedtexte und Musikvideos häufig als Katalysatoren für Schießereien in der realen Welt dienen, über die außerhalb der lokalen Kriminalnachrichten nur begrenzt in den Medien berichtet wird.
Immer wenn es zu einer aufsehenerregenden Massenschießerei kommt, prüft die Öffentlichkeit unweigerlich die sozialen Medien-Aktivitäten des Verdächtigen auf der Suche nach Hinweisen auf mögliche Motive. Allerdings ist die Rolle sozialer Medien bei der Förderung von Gewalt in marginalisierten Gemeinschaften trotz ihrer erheblichen Auswirkungen weniger erforscht.
Abts Forschung zeigt, dass Online-Verspottungen und Liedtexte die Spannungen verstärken und zu Vergeltungsschießereien in diesen unterversorgten Gebieten führen können. Streitigkeiten, die in sozialen Medien beginnen, breiten sich oft auf die physische Welt aus, wobei der digitale Raum als Katalysator für Gewalt in der realen Welt dient.
Quelle: The Guardian


