Wie Trumps globaler Zolltarif unerwartete Handelsverschiebungen auslöste

Der Einfuhrzoll von Präsident Trump in Höhe von 10 % kam unerwartet einigen Ländern zugute, die zuvor mit höheren Zöllen konfrontiert waren. Die Auswirkungen auf den Importanstieg bleiben jedoch unklar.
Der neue globale Zoll der Trump-Regierung auf importierte Waren hat einige unerwartete Gewinner in der internationalen Handelslandschaft hervorgebracht. Der Pauschalzoll von 10 Prozent des Präsidenten auf die meisten Importe hat sich als äußerst vorteilhaft für Länder erwiesen, die zuvor mit den höchsten Zollsätzen konfrontiert waren.
Zum Beispiel unterlagen Importe aus China vor der Einführung des globalen Zolls in vielen Produktkategorien hohen Zöllen. Nun sind diese chinesischen Waren gleichberechtigt mit Importen aus anderen Ländern. Dies hat chinesischen Exporteuren neue Möglichkeiten eröffnet, möglicherweise Marktanteile auf dem US-Markt zu gewinnen.
In ähnlicher Weise unterliegen Mexiko und Kanada, die zuvor von vielen US-Handelszöllen befreit waren, jetzt demselben 10-prozentigen Zoll wie der Rest der Welt. Dies könnte ihren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Handelspartnern verringern.
„Es ist so etwas wie ein zweischneidiges Schwert“, erklärt die Handelsökonomin Sarah Thompson. „Der allgemeine Zoll schafft gleiche Wettbewerbsbedingungen, aber es ist nicht klar, inwieweit dies tatsächlich zu einem neuen Anstieg der Importe aus Ländern führen wird, die zuvor mit höheren Sätzen besteuert wurden.“
Ein Faktor, der den potenziellen Importanstieg begrenzen könnte, ist der aggressive Einsatz anderer Handelsmaßnahmen wie Antidumping und Ausgleichszölle durch die Trump-Regierung. Diese gezielten Zölle bleiben zusätzlich zum neuen globalen 10-Prozent-Zoll bestehen.
Darüber hinaus haben sich viele US-Unternehmen und Verbraucher aufgrund der kumulativen Auswirkungen von Trumps Handelskriegen an höhere Preise für Importgüter gewöhnt. Daher reagieren sie möglicherweise weniger empfindlich auf die leichte Kostensenkung durch den neuen globalen Tarif.
Insgesamt hat der globale Zoll zu einer unerwarteten Dynamik im internationalen Handel geführt. Die endgültigen Auswirkungen auf die Importmuster und die US-Wirtschaft bleiben jedoch abzuwarten.
Quelle: The New York Times

