Ungarns Orbán bot Putin im Ukraine-Krieg „vollen Dienst“ an

Eine neu enthüllte Abschrift zeigt, wie der ungarische Staatschef Viktor Orbán dem russischen Präsidenten Putin seine Unterstützung zusagt, was die Prüfung der Kreml-Beziehungen Budapests während des Besuchs des US-Vizepräsidenten verschärft.
Ungarns Viktor Orbán bot an, alles zu tun, um Wladimir Putin zu helfen, und teilte dem russischen Staatschef in einem Telefonat im Oktober mit: „Ich stehe zu Ihren Diensten“, was, wie sich herausstellte, eine weitere Prüfung der Beziehungen Budapests zum Kreml auslöste, gerade als JD Vance in der Stadt ankam.
Air Force Two landete am Dienstagmorgen mit den USA in Budapest Vizepräsident und seine Frau Usha Vance, während Ungarn die letzten, hitzigen Tage eines hart umkämpften Wahlkampfs erreicht, der sich vor dem Hintergrund von Skandalen abspielte zu den Beziehungen zwischen Budapest und Moskau.

Das Die jüngste Enthüllung, über die erstmals die Financial Times berichtete, dreht sich um einen Anruf zwischen Orbán und Putin im Oktober 2022, nur wenige Monate nach der russischen Invasion in der Ukraine. Der gemeldeten Niederschrift zufolge sagte Orbán zu Putin: „Ich stehe zu Ihren Diensten.“ Diese Aussage löste bei Orbáns Kritikern Empörung aus, die darin einen Verrat an Ungarns europäischen Verbündeten und eine gefährliche Übernahme der Kreml-Agenda sehen.
Orbáns pro-russische Neigungen sorgen seit langem für Kontroversen, da sich der ungarische Staatschef wiederholt gegen EU-Sanktionen gegen Russland wehrt und enge Wirtschaftsbeziehungen unterhält. Die neu aufgetauchten Kommentare haben diese Beziehung jedoch auf eine neue Ebene gehoben und Orbáns Bereitschaft unterstrichen, die europäische Einheit angesichts der russischen Aggression zu untergraben.

Analysten haben gewarnt, dass Orbáns Umarmung Putins schwerwiegende geopolitische Folgen haben und möglicherweise die einheitliche Reaktion der Europäischen Union auf die Ukraine-Krise untergraben könnte. Die Enthüllungen haben auch Fragen zur Integrität der bevorstehenden Wahlen in Ungarn aufgeworfen, mit der Sorge, dass Orbán seine Verbindungen zum Kreml nutzen könnte, um seine eigene politische Position zu stärken.
Während sich die internationale Gemeinschaft weiterhin mit den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts auseinandersetzt, ist die Beziehung zwischen Ungarn und Russland wird zweifellos ein kritisches Thema bleiben, mit weitreichenden Auswirkungen auf die Stabilität und Einheit der europäischen politischen Landschaft.
Quelle: The Guardian


