Hungerkrisen im globalen Süden werden von den Medien übersehen

Analysten warnen davor, dass schwere Hungerkrisen in Entwicklungsländern nicht ausreichend in den Medien oder in der Politik berücksichtigt werden, während die Ausgaben für Waffen die Nahrungsmittelhilfe bei weitem übersteigen.
Trotz der schrecklichen Realität der Hungerkrisen, die den globalen Süden heimsuchen, argumentieren Analysten, dass diese Themen von den Mainstream-Medien und dem politischen Diskurs konsequent vernachlässigt werden. Hunger und Ernährungsunsicherheit verwüsten weiterhin gefährdete Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern, doch die Deckung und Reaktion bleibt erbärmlich unzureichend.
Laut einer aktuellen Analyse widmen Medienunternehmen nur einen Bruchteil ihrer Berichterstattung der Berichterstattung über globale Hunger- und Hungersnot-Krisen, wobei sich die überwiegende Mehrheit der Berichterstattung auf Konflikte, Politik und andere Themen konzentriert. Dieser Mangel an Aufmerksamkeit hat spürbare Konsequenzen, da er häufig zu einem Mangel an öffentlichem Bewusstsein und politischem Willen führt, diese dringenden humanitären Probleme anzugehen.
Erschwerend kommt hinzu, dass die für Nahrungsmittelhilfe und humanitäre Hilfe bereitgestellten Ressourcen im Vergleich zu den enormen Summen, die weltweit für Militärausgaben und Waffen ausgegeben werden, verblassen. Analysten weisen darauf hin, dass Millionen von Menschenleben gerettet werden könnten, wenn auch nur ein Bruchteil der weltweiten Verteidigungsetats in die Bekämpfung des Hungers gesteckt würde.
Quelle: Deutsche Welle


