Der IStGH wird dringend aufgefordert, im wegweisenden Fall auf Gerichtsexperten Rücksicht zu nehmen

Experten warnen, dass das Ignorieren der Schlussfolgerungen der Experten im Fall des IStGH gegen Saif al-Islam Gaddafi die Glaubwürdigkeit des Gerichts erheblich untergraben könnte.
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) muss die Schlussfolgerungen seiner eigenen Rechtsexperten im Fall gegen Saif al-Islam Gaddafi, den Sohn des ehemaligen libyschen Führers Muammar Gaddafi, berücksichtigen. Geschieht dies nicht, würde dies laut Rechtsanalysten der Glaubwürdigkeit sowohl des IStGH als auch seiner Staatsparteien schaden.
Saif al-Islam Gaddafi wurde 2011 vom IStGH wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, die während des libyschen Bürgerkriegs 2011 begangen wurden. Allerdings ist der Fall in Kontroversen verstrickt, wobei Libyen argumentierte, dass es erlaubt sein sollte, Gaddafi im Inland zu verfolgen.
Im Jahr 2019 kam ein Richtergremium des IStGH zu dem Schluss, dass das libysche Justizsystem nicht in der Lage sei, Gaddafi ein faires Verfahren zu ermöglichen. Doch in einem kontroversen Schritt hob die ICC-Präsidentschaft diese Feststellung später auf und ebnete damit den Weg für Libyen, den Fall möglicherweise zu übernehmen.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Al Jazeera


