Indien schaut zu, wie Pakistan historische Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran veranstaltet

Während Indiens Außenpolitik auf Kritik stößt, steht das benachbarte Pakistan im Mittelpunkt, indem es in Islamabad hochriskante Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ausrichtet.
Indien musste von der Seitenlinie aus zusehen, wie sein regionaler Rivale Pakistan in Islamabad historische Friedensgespräche zwischen den USA und Iran abhält. Oppositionsführer in Indien haben die Modi-Regierung schnell für das gerügt, was sie als die „ruinierte“ Außenpolitik des Landes bezeichnen, während Pakistan sich zu einem Schlüsselakteur in der geopolitischen Landschaft entwickelt.
Die Gespräche, die gestern begannen, markieren einen bedeutenden Wandel in den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran, die seit Jahrzehnten uneins sind. Pakistan, das seit langem als enger Verbündeter der USA gilt, hat sich als neutraler Vermittler positioniert und angeboten, die Gespräche auszurichten, um die Spannungen abzubauen und die regionale Stabilität zu fördern. Premierminister Imran Khan hat seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die Gespräche zu einem dauerhaften Friedensabkommen führen werden.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Unterdessen war der indische Premierminister Narendra Modi im Wahlkampf damit beschäftigt, vor den bevorstehenden Wahlen in Westbengalen Unterstützung für seine Partei, die Bharatiya Janata Party (BJP), zu sammeln. Die Oppositionsparteien in Indien haben die Situation aufgegriffen und der Modi-Regierung vorgeworfen, die außenpolitischen Interessen Indiens zu vernachlässigen und Pakistan die Führung in der Region zu ermöglichen.
„Dies ist ein klares Zeichen dafür, wie ruiniert unsere Außenpolitik ist“, sagte Rahul Gandhi, der Vorsitzende der Partei Indischer Nationalkongress. „Wir hätten an diesen Gesprächen teilnehmen sollen, aber stattdessen beobachten wir von der Seitenlinie aus, wie unsere Nachbarn im Mittelpunkt stehen.“
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Die Modi-Regierung hat ihre Außenpolitik mit dem Argument verteidigt, dass Indien enge Beziehungen sowohl zu den USA als auch Iran unterhält. Allerdings warf die Opposition der Regierung vor, zu pro-amerikanisch zu sein und traditionelle indische Verbündete wie Iran zu vernachlässigen
Während die Friedensgespräche in Islamabad andauern, wird Indien die Verhandlungen genau beobachten, in der Hoffnung, einen Weg zu finden, sich wieder mit der regionalen Machtdynamik auseinanderzusetzen und seinen Einfluss auf dem Subkontinent erneut zu behaupten.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Deutsche Welle


