Indische Expats im Golf sind angesichts der Spannungen zwischen den USA, Israel und Iran mit Unsicherheit konfrontiert

Da der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran die Gaslieferungen unterbricht, sind die Lebensgrundlagen von 9 Millionen indischen Expatriates, die in der Golfregion arbeiten, nun gefährdet, was sich möglicherweise auf über 50 Milliarden US-Dollar an Überweisungen auswirkt.
Die eskalierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran hatten weitreichende Folgen, die über den bloßen geopolitischen Bereich hinausgingen. Eine der weniger bekannten Auswirkungen dieses Konflikts ist die potenzielle Bedrohung für den Lebensunterhalt von Millionen indischer Expatriates, die in der Golfregion arbeiten, und für die Milliarden von Dollar an Überweisungen, die sie in ihre Heimat schicken.
Indien ist die Heimat der weltweit größten Diaspora. Schätzungsweise 9 Millionen indische Bürger arbeiten in den Ländern des Golf-Kooperationsrates (GCC), darunter den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain und Oman. Diese Expats bilden das Rückgrat der Golfwirtschaft und übernehmen wichtige Rollen in verschiedenen Branchen und Berufen. Ihre Überweisungen nach Indien, die sich 2019 auf über 50 Milliarden US-Dollar beliefen, sind zu einem wesentlichen Bestandteil der indischen Wirtschaft geworden, indem sie Familien unterstützen, Entwicklungsprojekte finanzieren und zu den Devisenreserven des Landes beitragen.
Der anhaltende Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran bedroht nun jedoch die Stabilität und Sicherheit dieser riesigen indischen Expatriate-Gemeinschaft. Die jüngsten Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien und der Straße von Hormus sowie die verstärkte Militärpräsenz in der Region haben zu Gasengpässen und Störungen in der Lieferkette geführt. Dies wiederum gefährdet den Lebensunterhalt dieser indischen Arbeitnehmer, da die Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihren Betrieb und ihr Beschäftigungsniveau aufrechtzuerhalten.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Al Jazeera

