Instagram geht hart gegen erneut gepostete Inhalte und Tweet-Zusammenfassungen vor

Metas Instagram schränkt aktiv die Reichweite unoriginaler Inhalte ein, darunter Tweet-Zusammenfassungen und erneut gepostetes Material. Erfahren Sie, wie die Plattform Low-Effort-Inhalte bekämpft.
Die digitale Landschaft ist zunehmend gesättigt mit neu veröffentlichten Inhalten, gestohlenem Material und Zusammenstellungen mit geringem Aufwand, die die Social-Media-Feeds überladen. Meta, eines der weltweit größten Social-Media-Unternehmen, hat begonnen, aggressiver gegen dieses Problem vorzugehen. Durch öffentliche Erklärungen und Plattformaktualisierungen hat das Unternehmen das weit verbreitete Problem doppelter und unoriginaler Inhalte erkannt, die seine Dienste plagen, und hat sich zur Umsetzung von Maßnahmen verpflichtet, die darauf abzielen, seine Sichtbarkeit und Reichweite in seinem gesamten Ökosystem zu verringern.
Ab 2024 kündigte Meta eine umfassende Initiative zur Bekämpfung von Inhaltsdiebstahl und -recycling auf Instagram an. Das Unternehmen enthüllte Pläne, die Anzeige von sogenannten „unoriginalen“ Inhalten in den Empfehlungssystemen von Instagram systematisch einzuschränken. Dazu gehören Inhalte, die Benutzer von anderen Plattformen herunterladen und ohne Änderungen erneut veröffentlichen, sowie die Praxis, identische Clips wiederholt zu teilen, um die Interaktionsmetriken künstlich zu erhöhen. Nach diesen neuen Richtlinien würden YouTuber, die solche Praktiken anwenden, feststellen, dass ihre Inhalte in algorithmischen Empfehlungs-Feeds erheblich nachrangig behandelt werden, einschließlich des äußerst begehrten Tabs „Erkunden“, auf dem viele Konten ihre Zielgruppen aufbauen.
Die Durchsetzung dieser Richtlinien stellt einen erheblichen Wandel in der Art und Weise dar, wie Meta mit der Moderation von Inhalten und dem algorithmischen Ranking umgeht. Anstatt Inhalte komplett zu entfernen, nutzt die Plattform ihren Empfehlungsalgorithmus, um die Sichtbarkeit von Material zu unterdrücken, das gegen Authentizitätsstandards verstößt. Dieser Ansatz ermöglicht es Benutzern, weiterhin solche Inhalte zu veröffentlichen, wenn sie dies wünschen, stellt jedoch sicher, dass sie organisch ein viel kleineres Publikum erreichen, und ermutigt die Ersteller, sich stattdessen auf die Produktion von Originalmaterial zu konzentrieren.
Das Vorgehen gegen unoriginale Inhalte hat sich über Instagram hinaus auf Facebook ausgeweitet, Metas Flaggschiff-Social-Network. Auf Facebook wurden ähnliche Regeln umgesetzt, mit noch schwerwiegenderen Konsequenzen für Verstöße. Konten, bei denen festgestellt wird, dass sie wiederholt unoriginale oder erneut gepostete Inhalte teilen, laufen Gefahr, ihre Fähigkeit zur Monetarisierung ihrer Präsenz auf der Plattform vollständig zu verlieren. Das bedeutet, dass YouTuber, die sich auf das Partner-Monetarisierungsprogramm von Facebook verlassen, ihre Einnahmequellen komplett verlieren könnten, wenn sie weiterhin mit geringem Aufwand abgeleitete Inhalte teilen.
Ein spezifisches Ziel der neuen Durchsetzungsmaßnahmen von Meta ist die immer beliebter werdende Praxis, Tweets zu Zusammenfassungsbeiträgen für Instagram zusammenzustellen. Viele Accounts haben eine beträchtliche Fangemeinde aufgebaut, indem sie trendige Tweets, lustige Screenshots oder kuratierte Sammlungen von Twitter gesammelt und als Instagram-Karussellbeiträge oder Reels erneut veröffentlicht haben. Obwohl sich dieses Inhaltsformat beim Publikum als äußerst ansprechend erwiesen hat, hält Meta es für grundsätzlich unoriginell und möchte solche Praktiken auf seinen Plattformen zunehmend unterbinden.
Die Unterscheidung zwischen Teilen und erneutem Posten ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis des neuen Ansatzes von Meta. Das Unternehmen unterscheidet zwischen Nutzern, die über die nativen Sharing-Funktionen von Instagram mit Inhalten interagieren – die darauf ausgelegt sind, die ursprünglichen Ersteller zu würdigen – und Nutzern, die Inhalte von externen Quellen herunterladen und ohne Quellenangabe oder Änderung erneut veröffentlichen. Ersteres ist im Allgemeinen erlaubt und wird sogar gefördert, da es zur Verbreitung von Originalinhalten beiträgt, während letzteres einer algorithmischen Unterdrückung ausgesetzt ist.


