Enthüllungsjournalist wegen Spionage vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Ungarn und der EU angeklagt

Ein prominenter ungarischer Journalist wird wegen Spionage angeklagt, da sich die Beziehungen zwischen Ungarn und der EU wegen angeblicher Weitergabe vertraulicher Informationen an Moskau verschlechtern.
Szabolcs Panyi, ein führender investigativer Reporter in Ungarn, wurde von der Regierung wegen Spionage für die Ukraine angeklagt, ein Schritt, der im Anschluss an seine Berichterstattung über Vorwürfe erfolgt, dass der Außenminister des Landes mit Sergej Lawrow, dem russischen Außenminister, in Kontakt gestanden habe.
Die Anklage gegen Panyi bildet den krönenden Abschluss einer turbulenten Woche in der ungarischen Politik Die Beziehungen des Landes zur Europäischen Union sanken auf neue Tiefststände. Umfragen deuten auch darauf hin, dass Viktor Orbáns Fidesz-Partei vor der Wahl im nächsten Monat immer noch hinterherhinkt.
Panyis Berichterstattung über die angebliche Kommunikation zwischen dem ungarischen Außenminister und Lawrow sorgte für große Spannungen. Der Versuch der Regierung, Anklage gegen den Journalisten zu erheben, wurde weithin als Versuch interpretiert, kritischen Journalismus zu unterdrücken und die Aufmerksamkeit von den zugrunde liegenden Problemen abzulenken.


