Der Iran-Konflikt gefährdet die Stabilität in ganz Afrika
Ein regionaler Experte warnt davor, dass die anhaltenden Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen das Risiko einer Instabilität in den afrikanischen Ländern erhöhen, die wirtschaftlich anfällig sind.
Der eskalierende Konflikt Irans mit dem Westen führt zu erhöhten Instabilitätsrisiken in allen Ländern Afrikas, so der regionale Experte David Owiro. Owiro warnt davor, dass afrikanische Nationen besonders anfällig für die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges sind, der zu weiteren politischen Unruhen und Sicherheitsproblemen auf dem gesamten Kontinent führen könnte.
Die Iran-West-Spannungen haben bereits zu Volatilität der globalen Ölpreise geführt, von denen die afrikanischen Volkswirtschaften in Bezug auf Einnahmen und Energieversorgung stark abhängen. Diese wirtschaftliche Unsicherheit könnte die bestehenden sozialen und politischen Spaltungen in vielen afrikanischen Ländern verschärfen und möglicherweise zu Unruhen und Konflikten führen.
Owiro erklärt, dass Länder mit schwächeren Institutionen und weniger Ressourcen zur Abfederung wirtschaftlicher Schocks dem größten Risiko der Instabilität ausgesetzt sind. Er nennt Sudan, Südsudan und die Demokratische Republik Kongo als Beispiele für Nationen, die besonders anfällig für die Folgen der Iran-West-Konfrontation sein könnten.
In diesen fragilen Staaten könnte ein Anstieg der Treibstoff- und Lebensmittelpreise bestehende Missstände verschärfen und neue Unruhen auslösen, was möglicherweise zu Gewalt, Vertreibung und humanitären Krisen führen könnte. Owiro warnt davor, dass die Instabilität auch extremistische Gruppen stärken und Bemühungen zur Förderung der Demokratie auf dem gesamten Kontinent untergraben könnte.
Um die Risiken abzumildern, fordert Owiro die afrikanischen Staats- und Regierungschefs auf, die sozialen Sicherheitsnetze zu stärken, ihre Wirtschaft zu diversifizieren und diplomatische Lösungen anzustreben, um die Iran-West-Spannungen zu deeskalieren. Er fordert außerdem verstärkte internationale Unterstützung und Koordinierung, um anfälligen afrikanischen Ländern dabei zu helfen, die potenziell bevorstehenden wirtschaftlichen und politischen Stürme zu überstehen.
Quelle: Al Jazeera


