Iran exekutiert Dissidenten: Das Vorgehen eskaliert, da die Opposition zum Schweigen gebracht wird

Der Iran exekutiert zwei Mitglieder einer verbotenen Oppositionsgruppe und gibt Anlass zur Besorgnis über Menschenrechtsverletzungen, während die Regierung ihre Kontrolle über Andersdenkende verschärft.
Iran zwei verurteilte Mitglieder einer verbotenen Oppositionsgruppe hingerichtet. Abolhassan Montazer und Vahid Baniamerian wurden gehängt, nachdem der Oberste Gerichtshof des Iran ihre Urteile bestätigt hatte.
Die Hinrichtungen sind die jüngsten in einer Reihe von Razzien gegen Andersdenkende im Land, da die Regierung versucht, Oppositionsstimmen zum Schweigen zu bringen und die Macht im Griff zu behalten. Menschenrechtsgruppen haben die Hinrichtungen verurteilt und sie als einen Verstoß gegen das Völkerrecht und eine besorgniserregende Eskalation der repressiven Taktiken der Regierung bezeichnet.
Die beiden Männer waren Mitglieder der verbotenen Oppositionsgruppe Mujahedeen-e-Khalq (MEK), die vom Iran als Terrororganisation eingestuft wurde. Die Gruppe kämpft seit langem gegen die iranische Regierung und war das Ziel anhaltender Repressionen seitens der Behörden.
Laut iranischen Staatsmedien wurden Montazer und Baniamerian wegen Zusammenarbeit mit der MEK und Beteiligung am bewaffneten Kampf gegen die Islamische Republik verurteilt. Ihre Hinrichtungen erfolgen inmitten einer breiteren Welle der Repression, die sich gegen Dissidenten, Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger im Iran richtet.
Die internationale Gemeinschaft hat die Hinrichtungen verurteilt und Amnesty International sie als „a“ bezeichnet
Quelle: Al Jazeera


