
Im Iran kommt es zu weitreichenden Stellenkürzungen, während die Unternehmen unter dem zunehmenden Kriegsdruck zu kämpfen haben. Die Importe brechen zusammen, der Handel wird unterbrochen. Die Wirtschaftskrise verschärft sich branchenübergreifend.
Irans Wirtschaft erlebt einen starken Rückgang, da es im ganzen Land zu Massenentlassungen kommt und Unternehmen angesichts des zunehmenden Kriegsdrucks und zunehmender wirtschaftlicher Herausforderungen Schwierigkeiten haben, ihre Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten. Der Große Basar in Teheran, ein historisches Handelszentrum, das seit Jahrhunderten existiert, bietet ein deutliches Bild der aktuellen wirtschaftlichen Turbulenzen: Ladenbesitzer und Händler berichten von einem dramatischen Rückgang des Fußgängerverkehrs und sinkenden Umsätzen. Die Situation spiegelt ein umfassenderes Muster der wirtschaftlichen Verschlechterung wider, die nicht nur den Einzelhandels- und Handelssektor, sondern auch das verarbeitende Gewerbe, den Dienstleistungssektor und andere Schlüsselindustrien im ganzen Land betrifft.
Die Ursachen der aktuellen Wirtschaftskrise im Iran sind vielfältig und eng mit regionalen Spannungen und internationalen Sanktionen verknüpft. Einfuhrunterbrechungen haben die Fähigkeit der Unternehmen, wichtige Materialien, Rohstoffe und Fertigwaren zu beschaffen, die für den Betrieb und den Wiederverkauf benötigt werden, erheblich beeinträchtigt. Die Schifffahrtsrouten sind unzuverlässig geworden, die Frachtkosten sind in die Höhe geschossen und viele internationale Lieferanten zögern aufgrund regulatorischer Bedenken, Transaktionen mit iranischen Unternehmen durchzuführen. Diese logistischen Herausforderungen haben für Geschäftsinhaber, die bereits mit Währungsschwankungen, Inflation und einer verringerten Kaufkraft der Verbraucher zu kämpfen haben, zu einem perfekten Sturm geführt.
Der Arbeitsmarkt hat die Hauptlast dieses wirtschaftlichen Drucks getragen, da Arbeitgeber gezwungen sind, schwierige Entscheidungen über ihre Arbeitskräfte zu treffen. Unternehmen in verschiedenen Branchen – vom Einzelhandel und Gastgewerbe bis hin zur Fertigung und dem Baugewerbe – haben einen erheblichen Personalabbau eingeleitet. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen, die das Rückgrat der iranischen Wirtschaft und des Beschäftigungssektors bilden. Viele Geschäftsinhaber berichten, dass sie es sich einfach nicht leisten können, ihr aktuelles Gehaltsniveau aufrechtzuerhalten, während die Einnahmen weiter sinken und die Betriebskosten weiter steigen.
Quelle: The New York Times