Geheime Hinrichtungen im Iran: Tägliche Morde inmitten von Internet-Blackout

Menschenrechtsgruppen berichten, dass der Iran fast täglich im Geheimen Gefangene hinrichtet und deren Familien zum Schweigen bringt. Allein im März wurden 24 Menschen aufgrund weit verbreiteter Internetbeschränkungen getötet.
Menschenrechtsorganisationen und Quellen, die mit den Familien verstorbener Gefangener in Verbindung stehen, äußern alarmierende Besorgnis über die Irans Hinrichtungspraktiken, die ihrer Meinung nach fast täglich stattfinden und gleichzeitig von Geheimhaltung und institutioneller Undurchsichtigkeit umgeben sind. Das besorgniserregende Muster ist im Zuge von Berichten über zunehmende Hinrichtungen von Gefangenen im Iran aufgetaucht, wobei dokumentierte Fälle zeigen, dass Behörden die Leichen hingerichteter Personen ihren trauernden Familien vorenthalten. Dieser systematische Ansatz zur Todesstrafe stellt eine erhebliche Eskalation der Anwendung der Todesstrafe im Land dar und hat internationale Aufmerksamkeit von mehreren Interessenorganisationen auf sich gezogen, die sich der Überwachung von Menschenrechtsverletzungen widmen.
Nach Aussagen von Personen, die mit den Familien hingerichteter Gefangener in Verbindung stehen, hat der iranische Staat eine koordinierte Strategie umgesetzt, um Informationen über diese Hinrichtungen zu unterdrücken und zu verhindern, dass Familien ihre Verluste öffentlich diskutieren. Viele Angehörige erfahren vom Tod ihrer Angehörigen erst, nachdem die Hinrichtungen bereits vollzogen wurden, sodass ihnen nur wenig Zeit bleibt, sich vorzubereiten oder einen Rechtsbeistand einzuleiten. In zahlreichen dokumentierten Fällen wurden Familien Berichten zufolge Belästigungen, Einschüchterungen und dem ausdrücklichen Druck staatlicher Behörden ausgesetzt, keine Einzelheiten über die Hinrichtungen preiszugeben oder mit Medien über die persönliche und emotionale Verwüstung zu sprechen, die diese staatlich sanktionierten Tötungen verursacht haben.
Der gemeldete Anstieg der Todesstrafe im Iran scheint mit umfassenderen Internetbeschränkungen im ganzen Land zusammenzufallen. Durch einen Internetausfall wird es für Familien, Journalisten und Menschenrechtsorganisationen immer schwieriger, Informationen über diese Hinrichtungen an die internationale Gemeinschaft weiterzugeben. Diese Kombination von Faktoren – geheime Hinrichtungen, Schweigen innerhalb der Familie und eingeschränkter Internetzugang – schafft ein Umfeld, in dem Rechenschaftspflicht nahezu unmöglich wird und die Transparenz völlig verschwindet.


