Steht Big Tech vor einer Abrechnung? Experten wägen ab

Vorwürfe, der Profit habe Vorrang vor der Sicherheit der Nutzer, haben zu Vergleichen zwischen Social-Media-Giganten und der Tabakindustrie geführt. Entdecken Sie den wachsenden rechtlichen und regulatorischen Druck, dem Technologieführer ausgesetzt sind.
Während Technologiegiganten wie Meta (ehemals Facebook) einer zunehmenden rechtlichen und behördlichen Kontrolle ausgesetzt sind, taucht eine neue Frage auf: Steht Big Tech auf dem Weg zu einer Abrechnung im Stil von Big Tobacco? Die Parallelen zwischen den beiden Branchen sind frappierend, da beiden vorgeworfen wird, dass sie Gewinne über das Wohlergehen der Verbraucher stellen.
So wie sich herausstellte, dass Tabakunternehmen die gesundheitlichen Risiken des Rauchens wissentlich verschwiegen hatten, wurde Social-Media-Plattformen vorgeworfen, dass sie sich der psychischen Gesundheit und der gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Plattformen bewusst seien, diese Probleme jedoch herunterspielten oder ignorierten. Der juristische Druck auf Technologie-CEOs wie Mark Zuckerberg nimmt zu, da Gesetzgeber und Whistleblower immer stärker Forderungen nach mehr Rechenschaftspflicht fordern.
Der Vergleich mit Big Tobacco ist Branchenbeobachtern nicht entgangen. „Es gibt so viele Parallelen – die Sucht, die gezielte Ausrichtung auf junge Menschen, das Bewusstsein für den Schaden“, sagt Margaret O'Mara, Geschichtsprofessorin an der University of Washington, die sich mit der Technologiebranche beschäftigt. „Die Frage ist, ob wir eine ähnliche Abrechnung sehen werden.“
Tatsächlich haben die Enthüllungen der Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen diese Erzählung angeheizt, indem sie enthüllten, wie die eigenen Untersuchungen des Unternehmens zeigten, dass Instagram die psychische Gesundheit von Mädchen im Teenageralter beeinträchtigte, das Unternehmen jedoch wenig unternahm, um das Problem anzugehen. Dies hat zu einem Anstieg der Regulierungsaktivitäten geführt, wobei die Gesetzgeber geschworen haben, Technologiegiganten zur Rechenschaft zu ziehen.
„Da gibt es eine echte Parallele“, sagt Paul Barrett, stellvertretender Direktor des NYU Stern Center for Business and Human Rights. „Die Tabakindustrie wusste jahrzehntelang, dass ihre Produkte schädlich und süchtig machend waren, vertuschte dies jedoch. Jetzt sehen wir Enthüllungen, dass Social-Media-Unternehmen die Risiken ihrer Plattformen, insbesondere für junge Nutzer, verstanden, dieses Wissen jedoch nicht offengelegt oder darauf reagiert haben.“
Für Technologieführer steht viel auf dem Spiel, da die möglichen Folgen denen des Tabakkonzerns ähneln könnten. Große gerichtliche Vergleiche, strengere Vorschriften und sogar strafrechtliche Verfolgung stehen auf dem Tisch, da die Gesetzgeber versuchen, die Macht dieser digitalen Giganten einzudämmen.
Whether this leads to a true "reckoning" for Big Tech remains to be seen, but the parallels are undeniable. Da die Öffentlichkeit und die politischen Entscheidungsträger zunehmend desillusioniert über das Verhalten der Technologiebranche sind, wächst der Druck auf diese Unternehmen, ihre Praktiken grundlegend zu reformieren – andernfalls droht ihnen ein ähnliches Schicksal wie dem Untergang von Big Tobacco.
Quelle: The New York Times


