Israel verabschiedet umstrittenes Gesetz zur Todesstrafe für palästinensische „Terroristen“

Das israelische Parlament stimmt einer Maßnahme zu, die die Todesstrafe für Palästinenser im besetzten Westjordanland vorsieht, was zu internationaler Verurteilung führt.
In einem zutiefst umstrittenen Schritt hat das israelische Parlament, die Knesset, ein neues Gesetz verabschiedet, das die Todesstrafe für Palästinenser vorsieht, die für tödliche Angriffe im besetzten Westjordanland verurteilt wurden. Das Gesetz macht die Todesstrafe zur Standardstrafe für Palästinenser, die von einem Militärgericht wegen vorsätzlicher tödlicher Taten als Terrorismus für schuldig befunden werden.
Die Maßnahme wurde von europäischen Nationen und Menschenrechtsgruppen scharf als diskriminierend kritisiert, wobei Gegner argumentieren, dass sie zu Unrecht auf Palästinenser abzielt und gleichzeitig jüdische israelische Siedler ausschließt, die ebenfalls gewalttätige Angriffe begangen haben.
Nach dem neuen Gesetz Laut Gesetz erhalten palästinensische Gefangene, die wegen Mordes bei Angriffen auf Israelis verurteilt wurden, automatisch die Todesstrafe, es sei denn, das Militärgericht entscheidet einstimmig dagegen. Dies ist eine deutliche Abkehr von früheren Praktiken, bei denen eine lebenslange Haftstrafe die typische Strafe war.
Befürworter des Gesetzes, darunter die rechte Regierung von Premierminister Benjamin Netanyahu, argumentieren, dass es als stärkere Abschreckung gegen zukünftige Angriffe dienen wird. Kritiker behaupten jedoch, dass es sich bei der Maßnahme eher um politische Symbolik als um wirksame Terrorismusbekämpfung handelt, und warnen, dass sie die Spannungen in der ohnehin schon instabilen Region weiter verschärfen könnte.
Die Europäische Union hat das neue Gesetz verurteilt und erklärt, dass dies der Fall sei
Quelle: The Guardian


