Italiens Premierminister Meloni steht vor einer Niederlage beim Referendum: Die Kosten des Trump-Faktors

Giorgia Meloni, Italiens erste weibliche Ministerpräsidentin, wurde für ihren Pragmatismus gelobt. Aber ihre jüngste Niederlage beim Referendum deutet darauf hin, dass die Wähler den „Trump-Faktor“ in der italienischen Politik möglicherweise satt haben.
Giorgia Meloni, Italiens erste weibliche Premierministerin, hat sich schon lange den Erwartungen widersetzt. Mit 31 Jahren hält sie den Rekord als jüngstes Kabinettsmitglied Italiens und ist die erste Frau des Landes an der Spitze der Regierung. Nach ihrem Amtsantritt im Herbst 2022 zerstreute sie schnell Bedenken, dass ihr postfaschistischer Hintergrund sie zu einer außenpolitischen Radikalen machen würde. Melonis unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine und eine pragmatische Beziehung zu EU-Staats- und Regierungschefs haben ihr internationale Glaubwürdigkeit verschafft.
Allerdings erscheint die Niederlage beim Referendum dieser Woche – bei dem die Italiener die von der Regierung vorgeschlagene Verfassungsreform der Justiz mit 53,2 % zu 46,8 % ablehnten – umso bedeutsamer vor diesem Erfolgshintergrund. Riccardo Alcaro, Forschungsleiter am IAI, Istituto Affari Internazionali in Rom, untersucht die Auswirkungen dieses Rückschlags für den italienischen Premierminister.
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Melonis Niederlage beim Referendum deutet darauf hin, dass die italienischen Wähler dessen möglicherweise zunehmend überdrüssig werden


