Jagger und Clapton gewinnen die Schlacht im Thames Tower

Mick Jagger, Eric Clapton und andere Prominente blockierten erfolgreich ein für Battersea geplantes 29-stöckiges Projekt. Bauinspektor lehnt Turm als „nur hoch“ ab.
Mick Jagger und Eric Clapton haben einen umstrittenen Grundstücksbau-Vorschlag erfolgreich abgelehnt, der die Landschaft entlang der Themse dramatisch verändert hätte. Das 29-stöckige Turmprojekt, für das sich der Projektentwickler Rockwell Property eingesetzt hat, wurde nach einem zweijährigen Kampf, an dem einige der bekanntesten Persönlichkeiten der britischen Unterhaltungsbranche beteiligt waren, entschieden abgelehnt. Die Entscheidung des Planungsinspektors stellt einen bedeutenden Sieg für die Anwohner und Befürworter des Denkmalschutzes dar, die argumentierten, dass sich das Bauwerk negativ auf eines der symbolträchtigsten Viertel Londons auswirken würde.
Die geplante Entwicklung hätte einen 100 Meter hohen Turm am Südufer der Themse im Südwesten Londons errichtet, direkt neben der historischen Battersea Bridge. Das Hochhaus hätte mit der Höhe der berühmten Schornsteine des Battersea-Kraftwerks mithalten können und die unverwechselbare Skyline der Gegend, die seit Jahrzehnten relativ unverändert geblieben ist, grundlegend verändert. Der Standort war besonders umstritten, da er in der Nähe zahlreicher denkmalgeschützter Gebäude liegt und die Gegend für das architektonische Erbe Londons von kultureller Bedeutung ist.
Zu den prominenten Gegnern des Plans gehörten Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger, der legendäre Gitarrist Eric Clapton, die gefeierte Schauspielerin Felicity Kendal und der Komiker Harry Hill. Diese Berühmtheiten haben der Kampagne gegen das Projekt mit großem Einfluss und öffentlichem Profil gezeigt, dass die Besorgnis über das Projekt über die typischen Einwände der Nachbarschaft hinausging. Ihr Engagement trug dazu bei, dem Thema landesweite Aufmerksamkeit zu verschaffen, und verdeutlichte die umfassenderen Spannungen zwischen modernen Entwicklungsambitionen und der Bewahrung des historischen Charakters Londons.
Quelle: The Guardian


