Japanischer Sender wegen Protesten im Iran gegen Kaution freigelassen

Die iranischen Behörden haben einen japanischen Staatsbürger gegen Kaution freigelassen, der während der anhaltenden Proteste gegen die Regierung im Land inhaftiert war. Es wird angenommen, dass es sich bei der Person um einen Journalisten des japanischen NHK-Netzwerks handelt.
Iran hat einen japanischen Staatsbürger gegen Kaution freigelassen, der während der anhaltenden regierungsfeindlichen Proteste im Land inhaftiert war. Bei der freigelassenen Person handelt es sich vermutlich um den Büroleiter des japanischen Senders NHK in Teheran, Shinnosuke Kawashima
Die Freilassung gegen Kaution erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Iran sich internationaler Kritik wegen seiner Niederschlagung der Proteste ausgesetzt sieht, die durch den Tod von Mahsa Amini ausgelöst wurden, einer 22-jährigen Frau, die in Polizeigewahrsam starb, nachdem sie von der Moralpolizei des Landes festgenommen worden war.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Kawashima wurde nach Angaben des japanischen Außenministeriums am 22. Oktober in Teheran festgenommen. Das Ministerium sagte, es habe sich um seine Freilassung bemüht und sei nun auf Kaution frei.
Die Anti-Regierungs-Proteste im Iran dauern seit über einem Monat an, wobei Sicherheitskräfte hart gegen Demonstranten vorgehen. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen wurden Hunderte Menschen getötet und Tausende festgenommen.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Die Proteste stellen seit der Islamischen Revolution 1979 eine der größten Herausforderungen für die geistliche Führung des Iran dar. Die Regierung hat den USA und anderen ausländischen Gegnern vorgeworfen, die Unruhen geschürt zu haben.
Kawashimas Freilassung gegen Kaution ist ein seltenes Beispiel für die Freilassung eines internationalen Journalisten im Iran inmitten der Repression. Mehrere iranische Journalisten und Aktivisten befinden sich weiterhin in Haft.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Die japanische Regierung hat die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Häftlinge im Iran gefordert. Sie hat den Iran außerdem aufgefordert, die Pressefreiheit und die Sicherheit von Journalisten zu respektieren, die über die Proteste berichten.
Quelle: Al Jazeera


