Richter lehnt neuen Prozessantrag von SBF als verschwenderisch ab

Der Bundesrichter weist den Antrag von Sam Bankman-Fried auf ein neues Verfahren zurück und nennt ihn eine Verschwendung von Gerichtsressourcen. SBF wegen massivem FTX-Betrug zu 25 Jahren Haft verurteilt.
Sam Bankman-Frieds Versuch, seine Verurteilung aufzuheben, stieß auf ein erhebliches Hindernis, da ein Bundesrichter seinen Antrag auf ein neues Verfahren entschieden ablehnte und den Antrag als ungerechtfertigte Belastung der Justizressourcen bezeichnete. In einem vernichtenden Beschluss wies der US-Bezirksrichter Lewis Kaplan die Behauptungen des ehemaligen FTX-Gründers als unbegründet zurück und deutete an, dass der Antrag nichts weiter als ein verzweifelter Versuch darstelle, sein öffentliches Image ohne legitime Rechtsgrundlage wiederherzustellen. Das Urteil des Richters unterstreicht die Skepsis des Gerichts gegenüber der Rechtsstrategie von Bankman-Fried und seinen anhaltenden Versuchen, den Ausgang eines der bedeutendsten Kryptowährungsbetrugsfälle in der modernen Geschichte anzufechten.
Der Kontext dieser Ablehnung ist besonders bedeutsam angesichts des katastrophalen Absturzes von Bankman-Fried in der Kryptowährungsbranche. Bankman-Fried wurde ursprünglich wegen aller Anklagepunkte verurteilt, darunter Überweisungsbetrug, Verschwörung zum Wertpapierbetrug, Rohstoffbetrug und Geldwäsche. Im Jahr 2024 wurde Bankman-Fried zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, weil Richter Kaplan es als Anleitung eines der größten Finanzbetrugsfälle in der amerikanischen Geschichte bezeichnete. Die Verurteilung stellte eine umfassende juristische Niederlage dar, da die Jury ihn in allen Anklagepunkten für schuldig befunden hatte, die von der Bundesanwaltschaft gegen ihn vorgebracht wurden, die seine Verteidigung während des gesamten Prozesses systematisch demontierte.
In seinem Antrag auf ein neues Verfahren behauptete Bankman-Fried, es gäbe neu entdeckte Zeugen und Beweise, die den Ausgang seines Falles erheblich hätten verändern können, wenn sie während des ursprünglichen Verfahrens verfügbar gewesen wären. Sein Anwaltsteam behauptete, potenzielle Zeugen seien vom Justizministerium von Joe Biden eingeschüchtert, unter Druck gesetzt worden, die Aussage zu verweigern, oder in mindestens einem Fall angeblich dazu gezwungen worden, im Zeugenstand falsche Aussagen zu machen. Diese Vorwürfe bildeten den Kern seiner Argumentation dafür, warum eine Wiederaufnahme des Verfahrens den Interessen der Gerechtigkeit dienen und ihm die Möglichkeit geben würde, eine umfassendere Verteidigung vorzulegen.
Quelle: Ars Technica


