Richter bestätigen die schwarze Liste der KI-Firma Anthropic durch die Trump-Administration

Der Dringlichkeitsantrag von Anthropic, die Bemühungen der Trump-Regierung, schwarze Listen zu erstellen, zu stoppen, wurde abgelehnt, der Fall des Unternehmens wird jedoch im Mai zur mündlichen Verhandlung beschleunigt.
Anthropic, ein in den USA ansässiges KI-Unternehmen, musste einen Rückschlag in seinem Rechtsstreit gegen die Versuche der Trump-Regierung hinnehmen, seine Technologie auf die schwarze Liste zu setzen. Ein Bundesberufungsgericht, bestehend aus drei von den Republikanern ernannten Richtern, darunter zwei von Trump ernannte Richter, lehnte es ab, die Bemühungen zur schwarzen Liste zu stoppen.
Das US-Berufungsgericht für den District of Columbia lehnte den Dringlichkeitsantrag von Anthropic auf Aussetzung ab, gab jedoch dem Antrag des Unternehmens auf Beschleunigung des Verfahrens statt. Die mündlichen Verhandlungen finden am 19. Mai statt und geben dem KI-Unternehmen einen Hoffnungsschimmer.
Die an dem Urteil beteiligten Richter waren Gregory Katsas, der zuvor während Trumps erster Amtszeit als stellvertretender Anwalt des Präsidenten fungierte, und Neomi Rao, die im Office of Management and Budget der Trump-Regierung arbeitete. Ihre Entscheidung wird als Rückschlag für Anthropic angesehen, das behauptet, es habe seine Rechte aus dem Ersten Verfassungszusatz ausgeübt, indem es sich weigerte, seine Claude AI-Modelle für autonome Kriegsführung und Massenüberwachung von Amerikanern zu verwenden.
Anthropic behauptet, dass die Trump-Regierung unter Führung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump und des ehemaligen Verteidigungsministers Pete Hegseth das Unternehmen als Vergeltung für seine Haltung auf die schwarze Liste gesetzt habe. Die Regierung wies alle Bundesbehörden an, die Zusammenarbeit mit Anthropic einzustellen, und schnitt damit effektiv den Zugang des Unternehmens zu Regierungsaufträgen und -ressourcen ab.
Trotz dieses anfänglichen Rückschlags hatte Anthropic in einem weiteren Verfahren gegen die Trump-Regierung mehr Erfolg. Das KI-Unternehmen setzt sich weiterhin für den Kampf gegen die schwarze Liste und den Schutz seiner First Amendment-Rechte ein.
Die bevorstehenden mündlichen Verhandlungen am 19. Mai werden ein entscheidender Schritt bei der Entscheidung über den Ausgang des Rechtsstreits von Anthropic gegen die Bemühungen der Trump-Regierung sein, die Technologie des Unternehmens einzuschränken. Der Fall wird von der Technologiebranche und Rechtsexperten genau beobachtet, da er wichtige Fragen zur Schnittstelle von KI, staatlicher Regulierung und freier Meinungsäußerung aufwirft.
Quelle: Ars Technica


