Geschworene im Mordprozess gegen Ian Watkins entlassen

Der Richter drückt seine Enttäuschung über die Entlassung der Jury im hochkarätigen Mordfall des ehemaligen Lostprophets-Sängers Ian Watkins im HMP Wakefield-Gefängnis aus.
Eine bedeutende Entwicklung vollzog sich im Gerichtssaal, als die Geschworenen im laufenden Prozess gegen zwei Gefangene entlassen wurden, denen der Mord an Ian Watkins, dem in Ungnade gefallenen Frontmann der walisischen Rockband Lostprophets, vorgeworfen wurde. Der den Fall betreuende Richter äußerte seine große Enttäuschung über die Notwendigkeit einer Wiederaufnahme des Verfahrens gegen die Gefangenen und räumte ein, dass dies einen Rückschlag für die Gerichtsverfahren darstellt, die große öffentliche Aufmerksamkeit erregt haben.
Ian Watkins, der während seiner Amtszeit als Leadsänger von Lostprophets einst über eine treue Fangemeinde verfügte, fand im Gefängnis HMP Wakefield, einer der sichersten Justizvollzugsanstalten des Vereinigten Königreichs, ein gewaltsames Ende. Der Mord ereignete sich in seiner Gefängniszelle, als er von Rico Gedel, einem 25-jährigen Insassen, erstochen wurde. Zum Zeitpunkt seines Todes verbüßte Watkins eine lange Haftstrafe von 29 Jahren, nachdem er wegen schwerwiegender Sexualdelikte an Kindern verurteilt worden war, die die Musikindustrie und die Öffentlichkeit gleichermaßen schockierten.
Die Entlastung der Jury wirft wichtige Fragen zum Gerichtsverfahren und zur Komplexität der Durchführung von Gerichtsverfahren im Gefängnissystem auf. Rechtliche Gründe machten die Abweisung erforderlich, doch die konkreten Einzelheiten der richterlichen Entscheidung verdeutlichen die Herausforderungen, die bei hochkarätigen Strafverfahren auftreten können. Das Erfordernis eines neuen Prozesses bedeutet, dass das Rechtssystem mit der Feststellung des Sachverhalts und der Feststellung der Schuld der angeklagten Gefangenen neu beginnen muss.
Quelle: The Guardian


